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Schweizer Bürli – super einfaches Brötchenrezept für jeden Tag

Bei unserem Bäcker gab es in meiner Kindheit sogenannte „Doppelwecken“. Zwei relativ dunkel Weizenbrötchen, die sich beim backen küssten. Saftig, weich, aber nicht luftig, eher flauschig kompakt, aber herrlich aromatisch und zu süß und pikant genauso passend. Ein paar Jahre später, nämlich gestern bin ich auf „Schweizer Bürli“ gestoßen… und tja, wie soll ich sagen: Der Bäcker hat’s geklaut… wie Ricola, bei den Schweizern. Diese Bürli musste ich backen… und sie beweisen mal wieder, dass die beste Brote meistens die einfachsten sind.

Zutaten für die Schweizer Bürli

Vorteig

150 g Wasser
150 g Weizenmehl Type 700
1 g frische Hefe (Umrechnung auf Trockenhefe >>>hier<<<)

Hauptteig

375 g Wasser
450 g Weizenmehl Type 700
150 g Weizenmehl Type 1600 oder Ruchmehl (Infos zu den Mehltypen >>>hier<<<)
12 g frische Hefe
40 g Wasser
12 g Honig
15 g Salz

Zubereitung der Schweizer Bürli

  1. Die Zutaten für den Vorteig vermischen und abgedeckt für 10 bis 12 Stunden beim Zimmertemperatur reifen lassen.
  2. Anschließend die beiden Mehle und das Wasser dazugeben, alles kurz verkneten und ca. 40 Minuten im Kühlschrank oder im Winter im Freien stehen lassen (Autolyse).
  3. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und alles zuerst 8 Minuten langsam, dann 4 Minuten schnell kneten lassen. der Teig wird dann stabil aber noch relativ weich sein.
  4. Den Teig 60 Minuten bei Zimmertemperatur reifen lassen, dabei alle 20 Minuten dehnen und falten. Wie das geht habe ich hier erklärt: DEHNEN UND FALTEN. Der Teig gewinnt in dieser Zeit sehr an Struktur, bleibt aber relativ locker.
  5. Den Teig anschließend nochmals im Kühlschrank ca. 30 Minuten Reifenlassen.
  6. Nun ca. 90 g große Portionen abwiegen und diese unter Spannung zu Teigkugeln formen.
  7. Immer zwei Teiglinge lose nebeneinander legen und erneut ca. 40 Minuten bei Zimmertemperatur reifen lassen.
  8. Inzwischen den Backofen inkl. Backstein möglichst heiß (mein Ofen schafft 280°C) vorheizen und die Bürli mit Schwaden 5 Minuten backen, anschließend den Dampf ablassen und die Bürli weitere 15 Minuten bei 230 Grad kräftig ausbacken.

Schnelle Schweizer Bürli – wenn ihr es mal eilig habt oder besser planen wollt

Ihr könnt die Schweizer Bürli auch etwas schneller machen. Vorteig ansetzen, dann einfach alle Zutaten 12 bis 14 Minuten kneten lassen, formen, auf ein Blech, 40 Minuten gehen lassen, fertig. Funktioniert genauso gut, geht viel schneller, wird aber das letzte Quäntchen Raffinesse in Sachen Konsistenz und Kruste vermissen lassen.

Kalte Gare

Auch eine Gare im Kühlschrank über Nacht ist bei den Schweizer Bürli problemlos möglich. Dabei einfach die Punkte 1 bis 4 durchgehen, dann den Teig luftdicht abdecken und für maximal 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Den Teig am Tag darauf aus dem Kühlschrank nehmen, 30 Minuten akklimatisieren lassen und anschließend mit Punkt 6 weitermache. Genial oder?

Diese Schweizer Bürli sind wirklich ein geniales Brot… ich habe da so ein wenig die Befürchtung, dass es die ab sofort sehr oft am Sonntag gibt 😉

Viel Spaß beim Ausprobieren

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12 Kommentare

  • Antworten
    Louise
    13. Januar 2021 um 22:10

    Lieber Marian,

    Könnte man die Teigrohlinge auch einfrieren?

    Liebe Grüße
    Louise

  • Antworten
    Katharina
    17. Januar 2021 um 08:52

    Hallo Marian!

    Vielen Dank für das tolle Rezept – ist ab sofort das Lieblingsbrot meiner Family! 😉
    Meinst könnt ich das Brot auch in zwei Kastenformen backen? Backzeit?

    Liebe Grüße
    Katharina

    • Antworten
      Marian
      17. Januar 2021 um 09:07

      Gestern gemacht. 230 Grad, 10 min, dann 200 Grad nochmal 35-40 min. Also 45-50 Minuten insgesamt. Schwaden habe ich immer drin gelassen.

      Liebe Grüße Marian

  • Antworten
    Sonja
    22. Januar 2021 um 16:19

    Hallo Marian, glaubst du, ich könnte die Bürli auch im Dutch Oven backen. Ich würde dann die halbe Teigmenge nehmen, damit sie auch reinpassen.

    Liebe Grüße
    Sonja

    • Antworten
      Marian
      24. Januar 2021 um 12:33

      Ja natürlich! Geht auch als 1 Brotlaib.

      • Antworten
        Sonja
        24. Januar 2021 um 19:20

        Danke schön für die schnelle Antwort! Um wieviel würdest du die Backzeit bei halber Teigmenge verkürzen?

  • Antworten
    Danica
    23. Januar 2021 um 05:26

    Hallo, grad ist das Einkornbrot im Ofen, die Bürli sind als nächstes dran. Vielleicht habe ich es überlesen, aber es erschließt sich mir nicht: warum zwei Mal Wasserangaben? 375 und 40? Vielen Dank im Voraus!

    • Antworten
      Christoph
      2. Februar 2021 um 06:55

      Über die zweite Angabe zum Wasser habe ich mich auch schon gewundert.

      • Antworten
        Marian
        2. Februar 2021 um 20:30

        Hallo Christoph,

        das ist Schüttwasser. Es dient dazu, die Konsistenz des Teiges ein wenig zu kontrollieren. Ist er zu fest, kannst du es schlückchenweise beimengen, ist der Teig weich genug, lässt du es weg.
        Mehle reagieren manchmal unterschiedlich, je nach Lagerung, deshalb braucht man diese Option.

        Liebe Grüße Marian

  • Antworten
    Rita
    22. Februar 2021 um 19:55

    Hallo,
    Schweizer Bürli: Habe genau nach Anleitung gebacken. Warum schmeckt die Krume bitter?

    • Antworten
      Marian
      22. Februar 2021 um 19:58

      Putzmittel Rückstände im Ofen? Beim Formen Desinfektionsmittel an den Händen?

      Am Rezept kann es nicht liegen. Liebe Grüße Marian

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