Meine neue Küche, und ein wenig Mann backt Geschichte

Wir sind im Jahr 2021 angekommen… Zeit euch von einem meiner größten Wünsche, Träume und meiner ganz persönlichen Belohnung für viele Jahre Mann backt zu erzählen. Dafür muss ich euch aber vorher erzählen, wie alles begann. 2013, besuchte mich mein Freund Andi, seinesgleichen Blog-Guru und Webdesignprofi und drückte mir, ganz entspannt bei einem Caipirinha einen Zettel in die Hand. Zugangsdaten für meine erste eigene Website: Mann backt war geboren. „Mach doch einfach Fotos von deinen Backsachen und stell sie ins Internet„, meinte Andi damals. Trotz einiger Skepsis war ich motiviert und hatte meine neue Leidenschaft gefunden… das Bloggen. Anfangs fotografierte ich mit einem iPhone 1 (ja, lange her), dann mit einer Nikon D5200, irgendwann kam mit einer damals schon alten Nikon D700 das Vollformat, wanderte dann zu einer Nikon D750, bis ich schließlich mit Sony mein Glück gefunden habe, vor allem, weil die auch Video richtig gut können.

Was bis dahin immer blieb: Backen und fotografieren musste in meiner normalen Küche, in meinem Wohnzimmer, Schlafzimmer und am Balkon stattfinden. Damals oft mit meinem Sohnemann am Arm als Baby, später mit einem Baby und einem 2 Jährigen… immer zwischen Kindergartenarbeit, Haushalt, Familie. Einen echten Platz an dem ich alles stehen lassen konnte, das hatte ich nie.

Deshalb bin ich dann irgendwann in unseren Keller ausgewandert. Zwischen Waschmaschine, Trockner und jedem möglichen Krimskrams richtete ich mir einen kleinen Tisch mit 90cm ein, an dem ich fortan 4 Motivtortenbücher, 5 (!!!) Mann backt Bücher, 52 Videos und mehr als 70.000 Fotos geschossen habe. Ganz grob entstanden 95% aller Mann backt Fotos auf einer Fläche von 90 mal 50cm. Um sich das mal auf der Zunge zergehen zu lassen: 1624 Seiten Buch!!! Verrückt oder?

„Irgendwie genial, wie wenig man braucht um wirklich coole Sachen zu fotografieren und unendlich kreativ zu sein.“

Auf diesem Tisch entstanden all meine Bücher und all meine Blogrezepte in den letzten Jahren…

Wenn die kleinen Wünsche wahr werden

Ich mag meinen Arbeitsplatz, ich mag es, kleine Settings aufzubauen und das beste rauszuholen und ich mag den Gedanken, dass man keine Pauken und Trompeten braucht, um tolle Ergebnisse zu produzieren. Aber der Platz war stets auch mein limitierender Faktor und der Grund, warum ich nie Videos und Fotos machen konnte, die mehr zeigten also das Produkt selbst.
Das ging sehr lange gut, aber ich wollte in den letzten Jahren einfach mehr. Lange habe ich überlegt, unsere private Küche neu zu machen und fototauglich. Aber wenn man immer von Zuhause aus arbeitet, ist es für mich umso wichtiger, Privates und Mann backt zu trennen. Deshalb wäre es nicht optimal meine private Küche umzubauen, denn da würde dann logischerweise auch mein ganzes Fotoequipment rumstehen, meine Requisiten und die ganze Belichtung. Nö, das ist eigentlich uninteressant.

Und so schlummerte immer ein Traum in meinem Hinterkopf: Einen Platz, einen Ort, nur für Mann backt. Ein Ort zum kreativ sein, als Muse und Inspiration…

Und plötzlich kam die Noodles Corporation!

Wie das Leben so spielt, kommen die tollsten Änderungen im Leben oft unerwartet und unverhofft. Nachdem ich mir nach 10 Jahren des täglichen Backens einen Traum erfüllt und mir einen Steinbackofen von Häussler gekauft hatte, wollte ich für diesen ein schönes Zuhause. Und weil ich immer wieder mal Deko-Holzkisten bei der Noodles, Noodles and Noodles Corporation gekauft hatte und wusste, was für außergewöhnliche Möbel die Berliner seit den 1990er Jahren bauen, schaute ich mal wieder auf deren Website vorbei. Denn ich wusste, die haben coole Möbel in einem außergewöhnlichen Stil. Grundsolide und zeitlos. Und da ich kein 08/15-Kastl aus dem schwedischen Möbelhaus wollte, sondern etwas mit Stil und Eleganz, sollte es ein Noodles Corp. Möbel werden. (Konkret dieses hier >>>LINK<<<)

Schnell hatte ich ein Regal für meinen Primus Ofen gefunden und nahm Kontakt auf. Was dann geschah, war irgendwie unverhofft, unerwartet und irgendwie verrückt.

Warum bauen wir dir nicht einfach eine ganze Küche?

Christian Geyr von Noodles war am Telefon und ich erklärte ihm, was ich bräuchte. „Einfach ein Küchenregal, auf das ich meinen 100kg schweren Steinbackofen stellen kann, ganz schlicht aber stabil und optisch schön“, meinte ich. „Na klar, gerne, da machen wir was. Ich melde mich“, sagte er damals. Wie besprochen dauerte es keine Stunde, da rief er wieder an. „Hi Marian, ich hätte da wirklich was für dich. Aber sag mal, warum bauen wir dir nicht einfach eine ganze Küche?

Hä? Wieso jetzt plötzlich eine ganze Küche? Ich lehnte dankend ab… und wachte mitten in der folgenden Nacht auf, komplett durch den Wind. „Warum eigentlich nicht?“ dachte ich… Sch**** drauf! Die Idee war genial, der Zeitpunkt (mitten im Corona-Lockdown) perfekt und ich träumte ganz heimlich schon seit einem Jahrzehnt davon. Also…

Lasst uns eine echte Mann backt Küche bauen…

Gleich am nächsten Tag schrieb ich Christian ein Mail… und die Antwort darauf war genauso cool wie alles, was man mit der Noodles Corporation angeht: „Let`s do it!“.

„Let`s do it“ – das Motto der Noodles Noodles und Noodles Corporation

Es war also entschieden… was vorher ein kleiner aber feiner Keller wie jeder andere war, Baujahr 1950, sollte also nun meine kleine, aber besonders feine Mann backt Küche by Noodles Corp. werden. Und wenn schon, denn schon. Halbe Sachen waren noch nie mein Ding.

Es ging also in die Planung. Aber das stellte sich als deutlich aufwändiger heraus als Anfangs gedacht… Der Keller ist aus dem Jahr 1950, nur grob verputzt, die Wände aus altem Flussstein (weil es damals einfach günstig aber grundsolide sein musste), der Raum war vollgepackt mit all meinen Requisiten, meinen Zutaten, meinem Motivtorten-Kram, meinem Foto-Equipment. Jede Wand bis auf den letzten Millimeter als Lager und Waschküche genutzt. Aber seht am besten selbst:

Bis auf den letzten Zentimeter ausgenutzt… mehr hätte nicht reingepasst! Der alte Keller.

Lebensmittel, mein ganzer Motivtortenkram, meine Mühle, neuerdings mein Ofen, Korn und Mehl, Cakeboards, Muffinförmchen, alle meine Fotosachen, meine zahlreichen Etageren, Gärkörbe, Requisiten, Tortendummies, Behälter und Schüsseln, Bücher… kaum zu glauben was alles in einen so kleinen Raum passt. Also musste zuerst ein neues Lager und eine neue Waschküche in einen anderen Raum. Was für ein Aufwand.

Anfang November ging es los… in einem zweiten Kellerraum habe ich alles neugemacht: Strom, Wasser, Lager, Waschküche. Fast 1 Monat ging ins Land. Anfang Dezember ging es dann an die eigentliche Küche. Der Raum war bereits leer geräumt. Jetzt ging es ans eingemachte: Ich habe alles aufgestemmt, alle Stromleitungen sauber unter Putz gelegt, alles neu verkabelt, Starkstrom für Ofen und Induktionskochfeld eingezogen. Dann habe ich alles wieder zugemacht, die Wände neu verputzt, gestrichen und ausgebessert.

Weil die Wasserleitungen nicht unter Putz gingen (ja, da sind dicke fette Steine drunter *ggg*), haben wir das schön verlegt mit Edelstahlrohren, das wirkt in Natura echt gut und passt zum 1920er Look der Küche. Der Boden musste hier im Keller gut isoliert werden, und um es angenehm zu haben, entschied ich mich für einen wunderschönen Parkett, geölt, gebürstet und gefast. 4 Wochen stand ich jeden Abend im Keller und habe alles neu gemacht was ging. Das Fenster, Baujahr 1948 war mir definitiv zu schade um es auszutauschen, deshalb habe ich es geschliffen, neu grundiert und lackiert, neu silikoniert, die Scheiben pipifein gereinigt und alles wieder verbaut… was für ein Aufwand, aber auch das sieht jetzt ganz gut aus.

Das Fenster musste bei minus 11 Grad raus… da wird man kreativ 😉 Ich habe es geschliffen, gekittet, grundiert und neu lackiert… das war vielleicht Arbeit. Aber hat sich gelohnt. Baujahr 1948 und jetzt wieder wie neu… *freu*

Ach ja, richtig schöne, weiße Fliesen wollte ich auch drin haben… Pinterest sei dank bekommt der Raum so das gewisse Etwas. Danke an dieser Stelle an meinen Schwiegerpapa, der mir in tagelanger Arbeit die Mini-Fliesen geometrisch genau kerzengerade und gleichmäßig an die Wand gefliest hat!

Währenddessen haben meine Jungs mit mir den ganzen Raum ausgemalen. Wer denkt, die beiden hätten nach 10 Minuten das Handtuch geworfen, der liegt falsch. Den ganzen Vormittag waren sie dabei und wirklich eine Hilfe. Alle in ihrer Höhe haben sie alleine gemalt. Genial oder?

Also nochmal ganz kurz zusammengefasst: Bisher hatte ich alle Leitungen unter Putz gelegt, den ganzen Raum mit Edelputz neu verputzt, gestrichen, 2 Wände neu gefliest, die Wasserleitung neu verlegt, den Boden ausgeglichen, Steckdosen montiert, das Lichtsystem von Philips Hue installiert und neue Steckdosen montiert… Musste noch ein richtig schöner Boden rein.

Weil der Raum ja ein echter Wohlfühlraum werden sollte, wollte ich unbedingt einen schönen, geölten Parkett.. der war auch schnell gefunden… und verlegt. Kaum zu glauben, welchen Unterschied der Holzboden zu den vorher verlegten Fliesen macht. Nun ist es Anfang Jänner und der Raum sieht so aus:

Und ja, ihr seht es schon… in eine echte Mann backt Küche musste auch ganz dringend ein großer, richtig schöner Kühlschrank. Entschieden habe ich mich für einen SMEG 50`s Style Retro Kühlschrank. Das Modell ist der FAB30 in weiss. Was für ein Schmuckstück, riesig innen (außen braucht der mit 80cm Tiefe aber auch ordentlich Platz) und zeitlos schön. Mehr Infos zum Kühlschrank stelle ich euch bei Gelegenheit einmal zusammen wenn die Küchenmöbel stehen.


Ganz frisch ausgepackt, mein SMEG FAB30 Retro Kühlschrank.

Die neue Küche – Authentic Kitchen Furniture

Nachdem der Raum im großen und ganzen also fertig ist, kann ich euch von meiner Küche erzählen. Die Noodles, Noodles & Noodles Corp. baut schon seit den 90er Jahren Möbel aus Stahl und Holz. Lange Zeit eher für Geschäftslokale, Bars und Restaurants. Ich bin auf sie aufmerksam geworden, weil bei uns in Innsbruck ein ziemlich cooler Skate-Mode-Laden „MoreBoards“ von ihnen ausgestattet ist. Dort hatte ich mal nachgefragt woher sie die genialen Möbel haben. Seitdem schaue ich auf Instagram und Pinterest sehr oft bei der Noodles Corp. rein.

Vor ein paar Jahren ploppte dann das zweite Label von Noodles auf: Authentic Kitchen. Und das muss man gesehen haben!!! Möbel aus richtig starkem Stahl, kombiniert mit traditionellem Kiefernholz. Ganz im Stil der 1920er Jahre. Was solide klingt ist ganz konkret ein Möbel für die Ewigkeit. Da wackelt nichts, das ächzt nichts, da verbiegt sich nichts. Ein Authentic Kitchen Möbel ist etwas, das man so nirgend wo anders bekommt und das jedem Raum sofort einen ganz besonderen, außergewöhnlichen und individuellen Touch gibt.

Ich zeige euch mal ein paar Beispiele (alle Bilder sind Copyright von Authentic-Kitchen.de)

Das coole an den Möbel von Authentic Kitchen sind natürlich insbesondere Design und Qualität. Gerade letzteres ist wirklich unvergleichlich, das muss man mal angegriffen haben. Und seht euch mal auf der Website das Gewicht der Möbel an. Da wackelt garantiert nichts mehr. Doch es ist vor allem die Einfachheit, die mich überzeugt hat. Es gibt Möbel in 50, 100, 150cm breite, alles sehr modulartig. Sondermaße gehen auch, da jedes Möbel von Hand gefertigt wird und somit auch individuell geändert werden kann. Zusätzlich gibt es Regale, Kästen usw. die intelligent Lücken auffüllen und mit ihrem besonderen Stil Akzente setzen.

Und dann erst diese Haptik. Die Materialstärke alleine sorgt für ein tolles Anfassgefühl. Die feinen Details wie butterweiche Schubladen, perfekte Einpassung und der Mix aus Stahl und Holz sind einfach der Hammer. Kurzum, ich kann es kaum erwarten, dass meine Küche endlich kommt.

Viel Küche auf kleinem Raum… das erfordert Planung

Aber gehen wir ein paar Wochen zurück, denn da ging es an die Raumplanung. Die optimal mögliche Raumnutzung ist für mich insbesondere wichtig, weil ich einen sehr sehr schwierigen Raum habe. Klein (13qm), zwei schräge Wände, eine ziemlich krumme 50er Jahre Wand und Anforderungen en masse:

Der Raum ist Fotostudio, Küche, Backstube, YouTube-Studio zugleich und da ich da drin oft mehr als 40 Stunden die Woche verbringe, muss ich mich darin auch wohl fühlen. Das Raumklima sollte für mich einfach eine Art Wohnzimmeratmosphäre mit sich bringen und ich wollte immer, dass ich mich jeden Tag schon alleine auf den Raum selbst freue.

Die Größe ist dabei durchaus eine Herausforderung. Ich brauche ausreichend Platz zum Backen und Kochen, noch mehr Platz zum fotografieren aus verschiedensten Richtungen und Perspektiven, brauche Platz für mein Fotoequipment wie Dauerlicht, Blitz, Diffusor, Hintergründe und und und… Hinzu kommt, dass ich in diesem Raum den wirklich großen Häussler Primus Backofen aufstellen muss, den riesigen SMEG Kühlschrank unterbekommen will und eine vollständige Küche integrieren muss.

Aber warum ich nicht auf einen größeren Raum ausgewichen bin? Tja, wie schon eingangs erwähnt. Der Keller ist aus den 50er Jahren und meistens nur 2 Meter hoch. Nur dieser Raum ist mit 230 cm auf normaler Raumhöhe. Das fühlt sich dann trotz der kleineren Größe einfach besser an, weniger „erdrückend“ *ggg*.

Der Raum ist also klein und fein, der Platz limitiert, also brauchte es Detaillösungen.

Kleine und feine Details machen den Raum für mich perfekt!

Auf die kleinen aber feinen Details gehe ich ein wenn die Küche steht. Da gibt es sooo viel zu erzählen.

Kurzum, ich bin und war von Beginn an schwerst verliebt in meine neue Küche und nun sind die Möbel von Authentic Kitchen unterwegs zu mir nach Hause. In knapp 2 Wochen sind sie da und es kann losgehen.

Ich ergänze hier fortan immer wieder einmal den Ist-Stand, um euch ein wenig am Prozess teilhaben zu lassen. Falls ihr bis dahin Fragen habt, einfach in den Kommentaren posten. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht. Danke fürs Lesen und dass ihr meine Freude mit mir teilt,

Marian

Hochzeitstorten designen, Cupcakes und (Motiv)torten zu planen und gestalten ist meine größte Leidenschaft. Am liebsten Samstag abends zu später Stunde...

Ich liebe die Herausforderung und die Vielseitigkeit, die ein Food Blog mit sich bringt: Planen, Backen, Ausprobieren, Fotografieren, Dekorieren und das Ganze dann auf Mannbackt.de zu präsentieren.

Das Ergebnis könnt ihr jeden Tag auf`s Neue bestaunen...