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Macarons mit Pistazie und Schokoladencreme [Ausführliche Anleitung!]

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Macarons waren für mich schon immer ein Mysterium. Ich bin kein Fan von Baiser, und nichtmal von Keksen aller Art. Aber wenn ich beim Konditor am Eck vorbeigehe und darin diese bunten, lecker gefüllten Mandelbaisers sehe, dann fühle ich mich wie ein Hund dem man einen saftigen Knochen hinhält…

Macarons gehören wohl zum Vielseitigsten und leckersten, das man in seiner heimischen Backstube kreieren kann. Dabei gehören sie aber sicher nicht zum am einfachsten Hand zu habenden Gebäck.

Man sollte seinen Ofen schon ein wenig kennen und auch etwas Gefühl für`s Backen mitbringen. Hat man aber kein Problem damit, etwas öfters auszuprobieren und so etwas Erfahrung einfließen zu lassen, wird man ein Leben lang belohnt. Macarons lassen sich schlicht unendlich variieren und schmecken einfach immer himmlich gut.

Denn in einem Macaron steckt nur das Allerbeste. Feinstes, reines Mandelmehl aus blanchierten Mandeln, frische Eier und Zucker. Mehr braucht es nicht um eines der besten Kekse der Welt zu zaubern.

Und nach gefühlten 100 Blech Macarons bin ich nun soweit und traue mich, euch zu erklären, wie man das leckere französische Gebäck herstellt.

Diese Macarons werden euch süchtig machen. Weiterlesen also auf eigene Gefahr!!!
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Zutaten für die Macarons.

180g Mandelmehl
270g Staubzucker
150g Eiweiß
100g Kristallzucker
1 Prise Salz
Lebensmittelfarbpaste grün

Zutaten für die Füllung.

75g Butter
50g Staubzucker
3 EL Nutella
1cl Weinbrand oder brauner Rum

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Zubereitung.

  1. Bevor ihr mit dem Backen überhaupt anfangt, müsst ihr Staubzucker und Mandelnmehl vermengen und durch ein Sieb sieben. Das ist ganz wichtig, damit die Macarons eine ganz feine Struktur bekommen. Desto feiner die Mischung, umso hochwertiger und feiner werden dann auch die Macarons.
  2. Als nächstes müsst ihr 150g Eiweiß abwiegen. Das entspricht in etwa dem Eiweiß von vier Eiern, die Menge sollte aber exakt stimmen. Lasst euch hier nicht auf Experimente ein. 150g… nicht mehr nicht weniger, damit die Konsistenz perfekt wird.
  3. Gebt die Eiweiße in eine Schüssel und mixt sie so lange, bis sie weiß werden und Fülle bekommen, dann lasst den Kristallzucker unter ständigem Mixen langsam einrieseln lassen. Der Eischnee sollte schön cremig sein und muss nicht vollkommen fest werden. Gebt nun etwas Eischnee in eine kleine Schüssel und vermischt diesen mit etwas Lebensmittel-Pastenfarbe. So viel, dass ihr eine richtig intensive Färbung erhaltet. Mit dem Mehl und dem Eischnee vermengt, bekommt ihr dann am Ende eine zarte, leicht pastellige Farbe.
  4. Gebt nun das gefärbte Eiweiß zum restlichen und verrührt alles noch mal gut mit dem Mixer.
  5. Nun könnt ihr die gesiebte Mehl und Mandel Mischung zum Eischnee geben. Hebt diese mit einem Schneebesen von Hand vorsichtig unter.
  6. Jetzt kommt der wichtigste Teil. Die Masse ist noch recht grob und steif bzw. fest. Nun müsst ihr mit einer Teigkarte oder einer Teigspachtel die Masse nach und nach vorsichtig zusammendrücken und so die Luft aus der Eiweiß-Masse drücken. Dieses Verfahren nennt man Macaronage.
  7. Die Macaronage so lange machen, bis die Mandelmasse zäh flüssig ist, so dass sie von der Teigspachtel heruntertropft bzw. zäh rinnt. Am Bild (das ich bei den Himbeer Macarons gemacht habe >>KLICK<<) erkennt man den Unterschied ziemlich gut.
  8. Nun füllt ihr die Masse in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle (ca. 1cm) und dressiert auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ca. 3-4cm große Kreise auf. Hier kann es helfen, vorher auf einer Seite des Backpapiers mit einer Schablone Kreise aufzuzeichnen und dann das Backpapier umzudrehen. So habt ihre eine Schablone und die Hälften passen danach perfekt zueinander.
  9. Heizt nun das Backrohr auf 160°C Heißluft auf und lasst während dessen die Macarons 30 Minuten lang ruhen. So bekommen diese durch das Antrocknen eine Haut. Diese sorgt dafür, dass die Macarons-Schalen diese klassischen Füßchen bekommen, wenn das Gebäck beim Backen aufgeht, der noch weiche Eischnee aber untern herausquillt.
  10. Außerdem ist das Trocknen ganz wichtig, damit die Macarons beim Backen nicht rissig werden.
  11. Nach dem Trocknen werden die Macarons für 10 bis 12 Minuten gebacken und aus dem Rohr genommen. Zieht das Backpapier gleich vom Blech und legt es auf eine kühle Oberfläche. Muss nicht sein, sorgt aber dafür, dass sich die Macarons nach dem Auskühlen ganz leicht, ohne zu kleben vom Backpapier lösen lassen.
  12. Nun lasst ihr die Macarons einfach in Ruhe auskühlen und etwas trocknen. Währenddessen könnt ihr die Füllung zubereiten.

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Zubereitung der Creme:

    1. 100g zimmerwarme Butter mit 50g Zucker weiß schaumig schlagen, 3 Esslöffel Nutella oder zerlassene Vollmilchschokolade und etwas Alkohol (Rum oder Weinbrand) dazugeben, dann nochmal 1-2 Minuten verrühren.
    2. Die Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen, einen großen Tropfen auf eine Macarons-Schale geben und mit einer zweiten Schale zusammendrücken.
    3. ertig.

Klingt nach viel Arbeit? Tatsächlich braucht man ein bisschen Gefühl bei der Macaronage und etwas Übung beim Aufdressieren mit dem Spritzbeutel. Hat man das einmal im Griff, beherrscht man die Herstellung eines echten Klassikers. Bei der Füllung, ebenso wie bei den Farben kann man dann variieren wie man möchte… die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Um es mit den Worten eines backenden Mannes zu sagen: Macarons rocken einfach!

In diesem Sinne viel Spaß beim Nachbacken, Marian

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Ein weiteres Macaron-Rezept: Himbeer Macarons

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