Sonstige Rezepte

Knackige Karamellecken

In meinem „Über mich“-Bereich habe ich ein paar Grundregeln rund ums Backen definiert. Eine davon lautet:

Wenn mal was schief geht: Nicht verzweifeln… schnell alles aufessen und noch einmal backen

Und diese Regel nehme ich wörtlich. Dass das Ergebnis dabei trotz anfänglichen Missmutes manchmal richtig überzeugend sein kann beweist mein heutiges Rezept…

Knackige Karamellecken


Die Geschichte dahinter ist ein Klassiker. Im Buch 130 Gramm Liebe von Renate Gruber habe ich so super leckere Karamellbonbons zum selbst machen entdeckt. Das wollte ich schon lange einmal ausprobieren.

Bisher war ich der Meinung, richtig gutes Karamell herzustellen sei eine Kunst für sich. Laut Renate Grubers Buch sollte dem nicht so zu sein.

Zutaten für Karamell

200g Zucker
60g Wasser
150g Butter zimmerwarm in kleinen Stücken
120g Schlagobers

Also ran an die Arbeit… Zucker, Wasser, Sahne und Butter vorbereitet und mich daran gemacht, Karamellbonbons zu zaubern. Das funktionierte anfangs auch richtig klasse… wurde letzten Endes aber deutlich fester als ich mir das gewünscht hätte.

Die Konsistenz erinnerte an ein Karamell Lutschbonbon. Der Geschmack war und ist der Hammer, aber von „Chewy caramel“, wie man es in US-Blogs oft und gerne liest, war ich so weit entfernt wie Darth Vader von Luke Skywalker. Die selben Gene, völlig gegensätzliche Vorstellungen.

Die Karamell-Sonne geht am Morgen auf…

Macht nichts habe ich mir gedacht, lutschen wir die Dinger eben. Aber siehe da, in der Früh hat sich die Konsistenz erweicht und ich hatte knackiges, aber zartes und im Mund zergehendes Karamell vor mir.

In grobe Stücke zerbrochen hatte wir so tolle Süßigkeiten zum Kaffee am Nachmittag.

Karamellecken

Frei nach dem Motto, einfach aufessen und schnell noch einmal machen habe ich nun aber bereits nach eifrigem Studieren diverser Rezepte den Fehler gefunden. Im Rezept wurde angegeben, nach dem Beimengen von Butter und Sahne alles 5 Minuten kochen zu lassen.

Funktioniert auch, wie ich nach meinem ersten Versuch nun weiß. Doch um den Einsatz eines Thermometers kommt man auch als Hobbykoch und Bäcker nicht herum, denn die Temperatur ist es im Endeffekt, die die Konsistenz bestimmt.

Morgen werde ich mich also daran machen, richtig „kaufreundliches Karamell“ herzustellen. Dann mit Thermometer und etwas mehr Know How.

Bis dahin könnt ich schonmal leckere Karamellecken nachmachen. Perfekt für dieses kühlen, verregneten Sommerabend…

Karamell Rezept

Und so wird`s gemacht…

Zubereitung der Karamellecken

  1. Zucker und Wasser aufkochen bis es zuerst zu einem harten Klumpen wird und dann in eine leicht bräunliche „Sauce“ zerfließt.
  2. Bis zum gewünschten Bräunungsgrad köcheln (zu dunkel und es wird bitter!) lassen
  3. Die zimmerwarme Butter beimengen und unter ständigem Rühren auflösen lassen
  4. Nun die Sahne dazugeben. Hier wird es zwischen und etwas spritzen. Das muss so sein, passt bloß auf, dass ihr euch nicht verbrennt!!!
  5. Alles 5 Minuten köcheln lassen und auf ein Backpapier gießen!

Achtung! Flüssiger Zucker wird glühend heiß! Ja nicht reingreifen oder gar vom Löffel kosten!!!

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5 Kommentare

  • Reply
    Anja
    13. Juni 2014 at 21:34

    *mmmmhhhhh*, lecker. Da ich noch eine Kleinigkeit zum Geburtstag benötige & alle Zutaten im Hause habe (außer das Thermometer), werde ich das direkt morgen mal „nachbauen“ ;-)- allerdings in vegan.

    Süße Grüße,Anja

  • Reply
    Nicole
    14. Juni 2014 at 06:22

    Sieht lecker aus! Läuft einem glatt das Wasser im Munde zusammen! Vielleicht lag es ja an dem Datum! 😉

    Liebe Grüße!
    Nicole

    • Reply
      Marian
      16. Juni 2014 at 04:27

      Ja das Datum… dass mir das vorher nicht eingefallen ist *ggg*

  • Reply
    Eva Pavlicek
    14. Juni 2014 at 16:48

    Mhmmm! Hab das Rezept heut nachgekocht, hab die Masse nur auf ganz kleiner Flamme köcheln lassen und ständig eine Wasserprobe gemacht (kleines Glas mit kaltem Wasser, etwas Karamell reintropfen, wenn es sofort die Konsistenz annimmt die man möchte, ist es fertig. Bei mir warens ca 7-8 Min.), und es wurde richtig „chewiges“ kaufähiges Karamell, das man in kleine Vierecke schneiden kann. Nächstes Mal werde ich es in eine kleinere Form giessen, so dass es nicht auseinanderfliessen kann, und ich richtige Würfel scheiden kann. Danke für das gute Rezept!

    • Reply
      Marian
      14. Juni 2014 at 16:52

      Hallo Eva,

      Danke für diese super Anleitung, damit spart man auch das Thermometer.

      Das werde ich dir gleich nachmachen! Liebe Grüße und danke, Marian

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