Cozze Premium 17 Electric im Test – Pizzaofen für die Küche?
Kann ein elektrischer Pizzaofen mit Gas oder Holz mithalten? Der Cozze Premium 17 Electric erreicht im Praxistest über 400 °C, backt durch seinen rotierenden Pizzastein sehr gleichmäßig und liefert Ergebnisse auf dem Niveau eines guten Gas-Pizzaofens. Gegenüber einem Holzofen fehlt das typische Backerlebnis, dafür funktioniert der Cozze unkompliziert an einer normalen 230-V-Steckdose und eignet sich besonders für Balkon und Indoor-Bereiche, wenn Gas oder Holz keine Option sind.
Kann ein elektrischer Indoor-Pizzaofen wirklich Pizza backen, die mit einem richtigen Pizzaofen mithalten kann?
Genau diese Frage hat mich beim Cozze Premium 17 Electric interessiert. Denn auf dem Papier verspricht dieser Pizzaofen einiges: bis zu 450 °C Backtemperatur, 2.200 Watt an einer normalen 230-Volt-Steckdose, einen 42,5 cm großen rotierenden Pizzastein und eine digitale Temperaturregelung.
Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein.
Ich habe in den vergangenen Jahren einige elektrische Pizzaöfen ausprobiert. Das Problem war dabei selten die Temperaturanzeige. Entscheidend ist vielmehr, welche Temperatur tatsächlich am Stein ankommt, wie gleichmäßig die Hitze verteilt wird und ob Ober- und Unterhitze ausreichen, um eine Pizza gleichzeitig knusprig, locker und luftig zu backen.
Also habe ich genau das ausprobiert.
Und eines kann ich schon vorwegnehmen: Der Cozze Premium 17 Electric hat mich deutlich mehr überrascht, als ich erwartet hatte.
Cozze Premium 17 Electric auf einen Blick
✓ 2.200 Watt Leistung
✓ normale 230-V-Steckdose mit Schuko-Stecker
✓ 42,5 cm großer rotierender Pizzastein
✓ digitale Temperaturregelung
✓ für große Pizzen bis etwa 42 cm
✓ elektrischer Betrieb ohne Gas oder Holz
Cozze Premium 17 Electric
Über 400 °C im Praxistest, ein großer rotierender Pizzastein und unkomplizierter Betrieb an der normalen Steckdose: Für mich aktuell der beste elektrische Pizzaofen, den ich ausprobiert habe.
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Schafft der Cozze wirklich 450 °C?
Das war für mich einer der spannendsten Punkte des gesamten Tests.
Die Anzeige des Ofens stand bei 450 °C. Entscheidend war für mich aber nicht, was auf dem Display steht, sondern welche Temperatur tatsächlich am Pizzastein ankommt.
Also habe ich nachgemessen.
420 °C.
Und das, obwohl der Cozze Premium 17 Electric noch keine halbe Stunde gelaufen war.
Das hat mich tatsächlich überrascht. Denn genau hier hatten andere elektrische Pizzaöfen, die ich bisher ausprobiert habe, ihre Schwierigkeiten. Eine hohe Temperatur irgendwo im Ofen reicht nicht. Der Stein muss heiß genug und möglichst gleichmäßig aufgeheizt sein, damit der Boden knusprig wird und der Pizzarand sauber aufgeht.
420 °C aus einer normalen Steckdose sind deshalb schon eine Ansage.

Der rotierende Pizzastein ist der eigentliche Gamechanger
Noch wichtiger als die maximale Temperatur ist für mich aber ein anderes Detail: der rotierende Pizzastein.
Wer schon einmal in einem klassischen Pizzaofen gebacken hat, kennt das Problem. Von einer Seite kommt enorme Hitze und die Pizza muss während des Backens immer wieder gedreht werden, damit sie rundherum gleichmäßig bäckt.
Beim Cozze übernimmt das der Ofen.
Pizza einschieben, Stein drehen lassen und nach etwa zwei bis drei Minuten kommt eine erstaunlich gleichmäßig gebackene Pizza heraus.
Gerade für Menschen, die nicht jede Woche Pizza backen und das Handling eines sehr heißen Pizzaofens noch nicht perfekt beherrschen, ist das ein riesiger Vorteil.
Und genau darin sehe ich auch eine der größten Stärken dieses Ofens: Er macht richtig gute Pizza einfacher.
Der dünne Pizzastein – Vorteil und Nachteil zugleich
Der Pizzastein ist knapp 9 mm dick. Und dahinter steckt eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung.
Ein dünner Stein heizt schneller auf. Dadurch ist der Ofen schneller einsatzbereit und benötigt nicht ewig, bis die notwendige Temperatur erreicht ist.
Aber genau dieser Vorteil bringt auch einen Nachteil mit sich.
Ein dünner Stein speichert weniger Energie.
Kommt ein vergleichsweise kühler Pizzateig aus einer langen kalten Gare auf einen über 400 °C heißen Stein, verliert dieser innerhalb kurzer Zeit deutlich an Temperatur. Bei zwei oder drei Pizzen hintereinander ist das für mich kein großes Problem. Wer allerdings sehr viele Pizzen ohne Pause backen möchte, muss dem Ofen zwischendurch Zeit geben, wieder auf Temperatur zu kommen.
Ein dickerer Stein würde die Hitze länger speichern – dafür aber auch wesentlich länger zum Aufheizen benötigen.
Schnell einsatzbereit oder maximale Wärmespeicherung: Beides gleichzeitig bekommt man eben nicht.
Biga oder Poolish – welcher Pizzateig passt zu dir?
Ein guter Pizzaofen ist nur die halbe Miete. Mindestens genauso entscheidend sind Teig, Fermentation und ausreichend Reifezeit. Zwei meiner liebsten Varianten sind Pizzateig mit Biga und mit Poolish. Beide brauchen nur wenig Hefe und viel Zeit – unterscheiden sich aber deutlich in Aroma, Konsistenz und Handling.

Wie viele Pizzen kann man hintereinander backen?
Zwei bis drei Pizzen direkt hintereinander sind nach meiner Erfahrung überhaupt kein Problem.
Danach merkt man allerdings, dass der Stein Temperatur verloren hat. Gibt man dem Ofen etwa zehn Minuten Zeit, kann es anschließend problemlos weitergehen.
In der Praxis finde ich das weniger problematisch, als es zunächst klingt. Bei Pizzen bis zu 42 cm Durchmesser kann man große Pizzen backen, aufschneiden und gemeinsam servieren. Bis die ersten Pizzen gegessen sind, hat der Ofen ohnehin wieder Zeit zum Nachheizen.
Für eine Familie oder einen normalen Pizzaabend funktioniert das deshalb sehr gut. Wer dagegen 20, 30 oder noch mehr Pizzen möglichst ohne Unterbrechung backen möchte, ist schlicht nicht die eigentliche Zielgruppe dieses Ofens.

Das gefällt mir nicht: das Hitzeschild
Einen echten Kritikpunkt habe ich allerdings: das Hitzeschild an der Vorderseite.
Im Grunde handelt es sich um ein Blech, das oben am Ofen eingehängt wird. Optisch passt es gut zum Gerät und es erfüllt seinen Zweck – es hilft dabei, die Hitze im Ofen zu halten und reduziert gleichzeitig die Wärmeabstrahlung nach außen.
Die Befestigung überzeugt mich allerdings überhaupt nicht.
Das Schild hängt für meinen Geschmack zu locker und ist auch das einzige Bauteil, das sich deutlich weniger wertig anfühlt als der restliche Ofen.




Hier hätte Cozze eine bessere Lösung finden können.
Funktionieren tut das Hitzeschild trotzdem – schön gelöst ist es für mich aber nicht.

Für wen ist der Cozze Premium 17 Electric interessant?
Wer einen Garten hat, Platz für einen Holzofen besitzt und gerne mit Feuer arbeitet, braucht keinen elektrischen Pizzaofen als Ersatz.
Ganz anders sieht es aus, wenn man in einer Wohnung lebt, einen Balkon hat oder Gas und Holz schlicht keine Option sind.
Genau dort spielt der Cozze seine Stärken aus.
Keine Gasflasche, kein Holz, kein offenes Feuer. Stattdessen eine normale Steckdose, hohe Temperaturen und ein rotierender Stein, der das Backen zusätzlich erleichtert.
Man muss allerdings Platz einplanen. Ein Ofen für Pizzen mit bis zu 42,5 cm Durchmesser ist entsprechend groß und auch das Gewicht macht ihn nicht zu einem Gerät, das ich jeden Tag aus irgendeinem Schrank holen und wieder verräumen möchte.

Elektro vs. Gas vs. Holz – was würde ich wählen?
Kann der Cozze einen guten Holzofen ersetzen?
Nein.
Wenn ich die Möglichkeit habe, in einem richtigen Holzofen Pizza zu backen, würde ich mich weiterhin für Holz entscheiden. Das Erlebnis und der zusätzliche Charakter eines Holzofens sind etwas anderes.
Interessanter wird für mich aber der Vergleich mit Gas.
Wenn ich mich zwischen einem Gas-Pizzaofen und diesem elektrischen Cozze entscheiden müsste, würde ich tatsächlich den Cozze nehmen.
Die Qualität der gebackenen Pizza kann für mich mit einem Gasofen mithalten. Dazu kommen das unkomplizierte Handling und vor allem der rotierende Stein.
Natürlich gilt trotzdem: Der Ofen allein macht noch keine großartige Pizza. Geschmack entsteht vor allem durch einen guten Teig, eine saubere Fermentation und hochwertige Zutaten.
Aber genau diese gute Pizza kann der Cozze anschließend verdammt gut backen.
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Der Cozze Premium 17 Electric ist deutlich besser, als ich vor meinem Test erwartet hatte.
Er wird richtig heiß, lässt sich unkompliziert bedienen und der rotierende Pizzastein macht das gleichmäßige Backen erstaunlich einfach. Dazu kommt die Möglichkeit, sehr große Pizzen zu backen und das alles ohne Gas, Holz oder Starkstrom.
Perfekt ist er nicht. Das Hitzeschild gefällt mir nicht und der relativ dünne Stein braucht nach mehreren Pizzen etwas Zeit, um wieder vollständig auf Temperatur zu kommen. Außerdem sollte man die Größe des Gerätes nicht unterschätzen.
Trotzdem fällt mein Fazit ziemlich eindeutig aus:
Wer einen elektrischen Pizzaofen für Pizza, Pinsa, Focaccia, Flammkuchen und anderes schnell gebackenes Gebäck sucht, bekommt hier einen richtig starken Ofen.
Und wenn Gas oder Holz für euch keine Option sind, ist der Cozze Premium 17 Electric mit rotierendem Stein aktuell der beste elektrische Pizzaofen, den ich bisher ausprobiert habe.

FAQ zum Cozze Premium 17 Electric
Wie heiß wird der Cozze Premium 17 Electric wirklich?
Cozze gibt eine maximale Temperatur von 450 °C an. In meinem Praxistest habe ich am Pizzastein rund 420 °C gemessen. Damit erreicht der elektrische Pizzaofen mehr als genug Hitze für richtig gute Pizza.
Kann man den Cozze Pizzaofen an einer normalen Steckdose betreiben?
Ja. Der Cozze Premium 17 Electric arbeitet mit 2.200 Watt und wird an einer normalen 230-Volt-Steckdose mit Schuko-Stecker betrieben. Starkstrom ist nicht notwendig.
Kann man den Cozze Premium 17 Electric indoor verwenden?
Der elektrische Betrieb macht den Cozze besonders interessant, wenn Gas oder Holz keine Option sind. In meinem Test war auch die Wärmeabstrahlung mit montiertem Hitzeschild überraschend überschaubar. Bei der Verwendung sollten natürlich immer die Herstellerhinweise zum Aufstellort, zu Abständen und zur Belüftung beachtet werden.
Wie groß können die Pizzen im Cozze 17 Electric sein?
Der rotierende Pizzastein hat einen Durchmesser von 42,5 cm. Damit lassen sich auch richtig große Pizzen im Familienformat backen. Gleichzeitig sollte man bedenken, dass der Ofen entsprechend viel Stell- und Stauraum benötigt.
Kann man mehrere Pizzen direkt hintereinander backen?
Zwei bis drei Pizzen hintereinander waren in meinem Test problemlos möglich. Der relativ dünne Pizzastein verliert beim Backen allerdings Temperatur. Bei größeren Mengen sollte man dem Ofen deshalb zwischendurch einige Minuten Zeit zum Nachheizen geben.
Ist der Cozze Electric besser als ein Gas- oder Holz-Pizzaofen?
Einen guten Holzofen würde ich persönlich weiterhin bevorzugen, wenn die Möglichkeit dafür besteht. Im direkten Vergleich zwischen Gas und Elektro würde ich mich dagegen für den Cozze entscheiden. Die Pizzaqualität kann für mich mit einem Gasofen mithalten und der rotierende Stein macht das gleichmäßige Backen besonders einfach.

Marian
Hochzeitstorten designen, Cupcakes und (Motiv)torten zu planen und gestalten ist meine größte Leidenschaft. Am liebsten Samstag abends zu später Stunde...
Ich liebe die Herausforderung und die Vielseitigkeit, die ein Food Blog mit sich bringt: Planen, Backen, Ausprobieren, Fotografieren, Dekorieren und das Ganze dann auf Mannbackt.de zu präsentieren.
Das Ergebnis könnt ihr jeden Tag auf`s Neue bestaunen...
