🥖 10 Minuten Bauernbrot mit Sauerteig – das Wichtigste auf einen Blick
Dieses Bauernbrot beweist, dass Sauerteig nicht kompliziert sein muss. Alle Zutaten werden einfach vermischt, der Teig reift den Tag über bei Raumtemperatur und wird anschließend nur noch geformt und gebacken.
- ✅ Nur ca. 10 Minuten Arbeitszeit
- ✅ Kein mehrfaches Dehnen und Falten notwendig
- ✅ Perfekt für Beruf und Familie
- ✅ Knusprige Kruste und saftige Krume
- ✅ Ideal für Sauerteig-Einsteiger
Wer bisher dachte, Sauerteig sei kompliziert, wird von diesem Rezept überrascht sein.
10 Minuten Bauernbrot mit Sauerteig – einfacher geht Brotbacken kaum
Die letzten Jahre hier auf diesem Blog hat sich eines ganz klar gezeigt: Ihr wollt mehr Brotrezepte, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen, ohne lange Planung. Einfach gutes Brot backen, ohne viel Chichi. Und nach der dunklen Weizenkruste mit Sauerteig folgt nun gleich das nächste Rezept, dass es euch erlaubt, 100% Alltag und Sauerteig zu verbinden.
Und nein – das Brot ist natürlich nicht nach zehn Minuten fertig. Die aktive Arbeitszeit beträgt aber tatsächlich nur rund zehn Minuten. Den Rest übernimmt die Zeit. Genau das macht Sauerteig so faszinierend.
Morgens vor der Arbeit schnell alle Zutaten vermischen, den Teig abdecken und einfach stehen lassen. Während ihr arbeitet, einkaufen geht oder Zeit mit der Familie verbringt, entwickelt sich ganz von alleine ein aromatischer Brotteig. Am Abend wird er nur noch geformt und gebacken.
Für mich ist das der beste Beweis dafür, dass Sauerteig keine Wissenschaft ist. Mit den richtigen Mengenverhältnissen funktioniert er unglaublich zuverlässig und passt problemlos in den Alltag.
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Das Besondere an diesem Rezept ist die lange Teigreife bei Raumtemperatur. Rund zehn Stunden reichen aus, damit sich Aroma, Struktur und Gluten ganz von selbst entwickeln.
Deshalb wird der Teig auch bewusst nicht vollständig ausgeknetet. Fünf Minuten in der Küchenmaschine reichen völlig aus. Wer möchte, kann den Teig sogar einfach mit einem Kochlöffel gründlich verrühren, bis keine Mehlnester mehr vorhanden sind.
Während der langen Reife übernimmt die Zeit einen Großteil der Arbeit. Das Gluten entwickelt sich langsam weiter und sorgt später für eine lockere, stabile Krume.
Infos zum Rezept
Gesamtteigmenge ca. 1047 g
Zubereitung: ca. 20 Minuten zzgl. 10 Stunden Reifezeite

Zutaten | 10 Minuten Bauernbrot mit Sauerteig
250 g Weizenmehl Type 700
150 g Weizenvollkornmehl
200 g Roggenmehl Type 960
420 g Wasser
60 g Roggensauerteig aktiv
15 g Honig
15 g Salz
Zubereitung
- Alle Zutaten für den Hauptteig in eine Schüssel geben und gut vermischen. Der Teig muss nicht vollständig ausgeknetet werden, vermischen reicht.
- Den Teig gut abdecken, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen und für 8 bis 10 Stunden bei Raumtemperatur (22 bis 24°C) reifen lassen (Stockgare)
- Optional: Falls möglich nach 1 bis 2 Stunden einmal dehnen und falten. Das gibt dem Teig mehr Struktur.
- Nach der Reifezeit den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit etwas Roggenmehl zu einer straffen Kugel formen.
- Mit Schluss nach unten in einen Gärkorb legen und für weitere 30 Minuten reifen lassen
- In der Zwischenzeit den Backofen inkl. Backstein auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Gebacken wird bei 250°C mit Schwaden für 10 Minuten, dann ohne Schwaden bei 220°C für weitere 30 bis 35 Minuten.

Warum die Menge an Sauerteig so wichtig ist
Ein häufiger Fehler beim Sauerteigbacken ist zu viel Sauerteig.
Für dieses Rezept verwende ich etwa 60 bis 65 Gramm aktiven Sauerteig auf knapp 700 Gramm Mehl. Dieses Verhältnis sorgt bei einer Raumtemperatur von etwa 22 bis 24 °C für eine Reifezeit von ungefähr zehn Stunden.
Ist es deutlich wärmer, kann der Teig schon nach sechs bis sieben Stunden fertig sein. An kühleren Tagen können dagegen zwölf Stunden oder sogar etwas mehr notwendig sein. Deshalb lohnt es sich immer, den Teig zu beobachten und nicht ausschließlich nach der Uhr zu arbeiten.
Tipps zum Formen: Rustikale Optik ganz ohne Einschneiden
Nach der langen Stockgare wird der Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche gegeben. Beim Formen wird bewusst viel Roggenmehl verwendet. Es verhindert das Kleben und sorgt gleichzeitig für den typisch rustikalen Schluss, der beim Backen wunderschön aufreißt.
Da der Teig während der Reife kaum bearbeitet wurde, wird jetzt beim Rundwirken noch einmal Spannung aufgebaut. Genau dadurch entsteht später eine gleichmäßige, lockere Krume und die charakteristische Form eines klassischen Bauernbrotes.
Ein Einschneiden ist hier gar nicht notwendig. Der rustikale Schluss übernimmt diese Aufgabe ganz von selbst.
Backen im Topf oder auf Backstein?
Beides funktioniert hervorragend.
Im Gusseisentopf profitiert das Brot davon, dass der Topf zusätzliche Stabilität gibt und den entstehenden Dampf speichert. Dadurch entwickelt sich ein besonders schöner Ofentrieb.
Wer einen Backstahl oder Backstein besitzt, kann das Brot genauso darauf backen. Wichtig ist dann lediglich, in den ersten zehn Minuten ausreichend zu schwaden.
Nach den ersten zehn Minuten bei 250 °C wird die Temperatur reduziert und das Brot kräftig ausgebacken. Genau dadurch entsteht die dunkle, aromatische Kruste, die ein gutes Bauernbrot ausmacht.
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Häufige Fragen zum 10 Minuten Bauernbrot mit Sauerteig
Ist das Brot wirklich in 10 Minuten fertig?
Nein. Die Arbeitszeit beträgt etwa zehn Minuten. Anschließend reift der Teig rund zehn Stunden und wird danach gebacken.
Muss ich den Teig dehnen und falten?
Nein. Dieses Rezept funktioniert komplett ohne mehrfaches Dehnen und Falten. Optional kann der Teig nach ein bis zwei Stunden einmal gefaltet werden.
Kann ich das Brot auch ohne Küchenmaschine backen?
Ja. Alle Zutaten können einfach mit einem Kochlöffel gründlich verrührt werden. Wichtig ist nur, dass keine Mehlnester mehr vorhanden sind.
Kann ich das Brot im Gusseisentopf backen?
Ja. Ein Gusseisentopf eignet sich sogar hervorragend, weil er den Dampf speichert und dem Brot zusätzlichen Ofentrieb verleiht.

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→ Zum Rezept
10 Minuten Bauernbrot mit Sauerteig
Kochutensilien
- Equipment
- Küchenwaage
- Rührschüssel
- Küchenmaschine (optional)
- Gärkorb
- Backstein, Backstahl oder Gusseisentopf
- Backpapier
- Teigkarte (optional)
Zutaten
- 250 g Weizenmehl Type 700
- 150 g Weizenvollkornmehl
- 200 g Roggenmehl Type 960
- 420 g Wasser
- 60 g aktiver Roggensauerteig
- 15 g Honig
- 15 g Salz
Anleitungen
- Zubereitung
- Alle Zutaten für den Hauptteig in eine Schüssel geben und gründlich vermischen. Der Teig muss nicht vollständig ausgeknetet werden – ein gründliches Vermengen reicht aus.
- Den Teig gut abdecken und bei 22–24 °C etwa 8 bis 10 Stunden reifen lassen.
- Optional den Teig nach 1 bis 2 Stunden einmal dehnen und falten. Dadurch erhält das Brot etwas mehr Struktur.
- Den gereiften Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit Roggenmehl zu einer straffen Kugel formen.
- Mit dem Schluss nach unten in einen gut bemehlten Gärkorb legen und nochmals 30 Minuten reifen lassen.
- Währenddessen den Backofen inklusive Backstein, Backstahl oder Gusseisentopf auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Das Brot auf den heißen Backstein bzw. Backstahl geben oder in den Gusseisentopf stürzen.
- Bei Verwendung von Backstein oder Backstahl die ersten 10 Minuten kräftig schwaden. Im Gusseisentopf ist kein zusätzliches Schwaden notwendig.
- Das Brot zunächst 10 Minuten bei 250 °C backen, anschließend die Temperatur auf 220 °C reduzieren und weitere 30 bis 35 Minuten kräftig ausbacken.
- Vor dem Anschneiden vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen.
Video
Notizen
Die Reifezeit hängt stark von der Raumtemperatur ab. Bei höheren Temperaturen kann der Teig bereits nach 6 bis 8 Stunden reif sein, bei kühleren Temperaturen können auch 12 Stunden oder länger notwendig sein.
Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich das Backen auf einem Backstahl, Backstein oder im Gusseisentopf.
Der verwendete Sauerteig sollte am Vortag zweimal aufgefrischt und besonders aktiv sein.
Fazit
Ich hoffe, dieses Rezept zeigt euch einmal mehr, dass Sauerteig nicht kompliziert sein muss. Mit den richtigen Zutaten, etwas Geduld und gerade einmal zehn Minuten Arbeitszeit entsteht ein herrlich rustikales Bauernbrot, das geschmacklich locker mit deutlich aufwendigeren Rezepten mithalten kann.
Wenn ihr das Rezept ausprobiert habt, freue ich mich riesig über eure Rückmeldung. Schreibt mir gerne in die Kommentare, wie euch das Brot gelungen ist oder welche einfachen Sauerteigrezepte ihr euch als Nächstes wünscht.
Viel Freude beim Backen und Genießen!
Euer


Marian
Hochzeitstorten designen, Cupcakes und (Motiv)torten zu planen und gestalten ist meine größte Leidenschaft. Am liebsten Samstag abends zu später Stunde...
Ich liebe die Herausforderung und die Vielseitigkeit, die ein Food Blog mit sich bringt: Planen, Backen, Ausprobieren, Fotografieren, Dekorieren und das Ganze dann auf Mannbackt.de zu präsentieren.
Das Ergebnis könnt ihr jeden Tag auf`s Neue bestaunen...
