Sauerteig aktivieren #6 – Sauerteig haltbar machen: Trocknen, verreiben, einfrieren

Willkommen zu Sauerteig aktivieren #6, der neuen Staffel meiner 31-teiligen Serie rund um Sauerteig! Heute beantworte ich eine Frage, die viele von euch beschäftigt: Was tun, wenn ich für längere Zeit –z.B. etwa 6 oder 7 Monate – nicht backe?

Ob Auslandsaufenthalt, lange Pause oder saisonales Backen nur im Winter – es gibt mehrere Möglichkeiten, euren Sauerteig so zu konservieren, dass er diese Zeit sicher übersteht. Ich zeige euch drei bewährte Methoden.

Sauerteig ansetzen – von A-Z – alles was man darüber wissen muss

Wer Sauerteig selbst ansetzen möchte, steht oft vor vielen Fragen: Welches Mehl eignet sich am besten, ab wann kann man damit backen, und wie pflegt man den Ansatz richtig? In dieser Beitragsreihe findest du alle Antworten – Schritt für Schritt von Teil 1 bis Teil 10.

Und falls du noch mehr über Sauerteig lernen möchtest: Viele weitere Fragen werden im Grundlagenteil hier auf dem Mann backt Blog umfassend erklärt.

Methode 1: Sauerteig trocknen

Die einfachste und sicherste Methode ist es, Sauerteig zu trocknen. Streicht ihn dünn auf ein Backpapier, legt ein zweites Papier darüber und lasst ihn über Nacht trocknen. Am nächsten Tag habt ihr hauchdünne Blättchen, die ihr aufbewahren könnt. Richtig gemacht, hält sich euer Sauerteig so über Jahre hinweg.

 

Methode 2: Mit Mehl verreiben

Eine traditionelle Methode, die schon die Bauern früher verwendet haben: Ihr nehmt Roggenvollkornmehl und verreibt darin 2–3 Esslöffel eures aktiven Sauerteigs. Wichtig ist, dass das Ganze wirklich trocken wird, sodass kaum noch Feuchtigkeit spürbar ist. Dann füllt ihr das Mehlgemisch in ein Schraubglas, verschließt es luftdicht und lagert es im Kühlschrank. Auf diese Weise ist euer Sauerteig jahrelang haltbar.

Zum Reaktivieren nehmt ihr einfach eine kleine Menge davon, füttert sie 2–3 Tage lang regelmäßig mit Mehl und Wasser – und schon habt ihr wieder einen starken, triebstarken Sauerteig.

 

Methode 3: Sauerteig einfrieren

Eine weitere Möglichkeit ist das Einfrieren. Dabei werden die Mikroorganismen extrem verlangsamt. Allerdings gibt es hier Nachteile: Das Auftauen dauert sehr lange, und oft verliert der Sauerteig dabei seine Kraft, weil er quasi „unterfüttert“ stirbt, bevor ihr ihn reaktivieren könnt. Deshalb empfehle ich diese Methode nur eingeschränkt.

Kennst du schon mein Brot Buch?

Mann backt Brot

Du möchtest lernen, wie man zuhause perfektes Brot wie vom Bäcker backen kann? Einfach, verständlich erklärt und absolut gelingsicher? Dann schau dir mein Brotbuch an!

Im Shop bestellen

Mein Fazit: Konservieren ist einfach

Die besten Methoden, um euren Sauerteig mehrere Monate oder sogar Jahre zu konservieren, sind Trocknen oder mit Mehl verreiben. Beide Verfahren funktionieren zuverlässig,

Mann backt Blog Backen Dekorieren Motivtorten

Marian

Hochzeitstorten designen, Cupcakes und (Motiv)torten zu planen und gestalten ist meine größte Leidenschaft. Am liebsten Samstag abends zu später Stunde...

Ich liebe die Herausforderung und die Vielseitigkeit, die ein Food Blog mit sich bringt: Planen, Backen, Ausprobieren, Fotografieren, Dekorieren und das Ganze dann auf Mannbackt.de zu präsentieren.

Das Ergebnis könnt ihr jeden Tag auf`s Neue bestaunen...