Sauerteig aktivieren #6 – Sauerteig haltbar machen: Trocknen, verreiben, einfrieren
Willkommen zu Sauerteig aktivieren #6, der neuen Staffel meiner 31-teiligen Serie rund um Sauerteig! Heute beantworte ich eine Frage, die viele von euch beschäftigt: Was tun, wenn ich für längere Zeit –z.B. etwa 6 oder 7 Monate – nicht backe?
Ob Auslandsaufenthalt, lange Pause oder saisonales Backen nur im Winter – es gibt mehrere Möglichkeiten, euren Sauerteig so zu konservieren, dass er diese Zeit sicher übersteht. Ich zeige euch drei bewährte Methoden.
Sauerteig ansetzen – von A-Z – alles was man darüber wissen muss
Wer Sauerteig selbst ansetzen möchte, steht oft vor vielen Fragen: Welches Mehl eignet sich am besten, ab wann kann man damit backen, und wie pflegt man den Ansatz richtig? In dieser Beitragsreihe findest du alle Antworten – Schritt für Schritt von Teil 1 bis Teil 10.
- Sauerteig ansetzen 1 – Welches Mehl eignet sich am besten?
- Sauerteig ansetzen 2 – Ab wann kann ich mit dem Sauerteig backen?
- Sauerteig ansetzen 3 – Er blubbert schon, aber ist mein Sauerteig bereit?
- Sauerteig ansetzen 4 – Was tun, wenn er nicht mehr blubbert?
- Sauerteig ansetzen 5 – Warum die richtige Temperatur entscheidend ist
- Sauerteig ansetzen 6 – Was tun mit dem Überschuss?
- Sauerteig ansetzen 7 – Ist mein Sauerteig schlecht geworden?
- Sauerteig ansetzen 8 – Kann ich jeden Sauerteigansatz für jedes Brot verwenden?
- Sauerteig ansetzen 9 – Mein Sauerteig ist fertig, was nun?
- Sauerteig ansetzen 10 – Die richtige Menge Anstellgut für dein nächstes Brot
Und falls du noch mehr über Sauerteig lernen möchtest: Viele weitere Fragen werden im Grundlagenteil hier auf dem Mann backt Blog umfassend erklärt.
Methode 1: Sauerteig trocknen
Die einfachste und sicherste Methode ist es, Sauerteig zu trocknen. Streicht ihn dünn auf ein Backpapier, legt ein zweites Papier darüber und lasst ihn über Nacht trocknen. Am nächsten Tag habt ihr hauchdünne Blättchen, die ihr aufbewahren könnt. Richtig gemacht, hält sich euer Sauerteig so über Jahre hinweg.

Methode 2: Mit Mehl verreiben
Eine traditionelle Methode, die schon die Bauern früher verwendet haben: Ihr nehmt Roggenvollkornmehl und verreibt darin 2–3 Esslöffel eures aktiven Sauerteigs. Wichtig ist, dass das Ganze wirklich trocken wird, sodass kaum noch Feuchtigkeit spürbar ist. Dann füllt ihr das Mehlgemisch in ein Schraubglas, verschließt es luftdicht und lagert es im Kühlschrank. Auf diese Weise ist euer Sauerteig jahrelang haltbar.
Zum Reaktivieren nehmt ihr einfach eine kleine Menge davon, füttert sie 2–3 Tage lang regelmäßig mit Mehl und Wasser – und schon habt ihr wieder einen starken, triebstarken Sauerteig.
Methode 3: Sauerteig einfrieren
Eine weitere Möglichkeit ist das Einfrieren. Dabei werden die Mikroorganismen extrem verlangsamt. Allerdings gibt es hier Nachteile: Das Auftauen dauert sehr lange, und oft verliert der Sauerteig dabei seine Kraft, weil er quasi „unterfüttert“ stirbt, bevor ihr ihn reaktivieren könnt. Deshalb empfehle ich diese Methode nur eingeschränkt.

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Mein Fazit: Konservieren ist einfach
Die besten Methoden, um euren Sauerteig mehrere Monate oder sogar Jahre zu konservieren, sind Trocknen oder mit Mehl verreiben. Beide Verfahren funktionieren zuverlässig,

Marian
Hochzeitstorten designen, Cupcakes und (Motiv)torten zu planen und gestalten ist meine größte Leidenschaft. Am liebsten Samstag abends zu später Stunde...
Ich liebe die Herausforderung und die Vielseitigkeit, die ein Food Blog mit sich bringt: Planen, Backen, Ausprobieren, Fotografieren, Dekorieren und das Ganze dann auf Mannbackt.de zu präsentieren.
Das Ergebnis könnt ihr jeden Tag auf`s Neue bestaunen...

