Sauerteig aktivieren #3 – Wie überlebt mein Sauerteig längere Pausen?
Willkommen zu Sauerteig aktivieren #3, der neuen Staffel meiner 31-teiligen Serie rund um Sauerteig! In den letzten Folgen haben wir darüber gesprochen, wie ihr euren Sauerteig nach dem Ansetzen pflegt und täglich füttert. Heute beantworte ich eine Frage, die für viele besonders wichtig ist: Wie erhalte ich meinen Sauerteig am Leben, wenn ich länger nicht backe?
Auch diese Frage ist zum Glück schnell beantwortet: Füttern – und ab damit in den Kühlschrank!
Sauerteig ansetzen – von A-Z – alles was man darüber wissen muss
Wer Sauerteig selbst ansetzen möchte, steht oft vor vielen Fragen: Welches Mehl eignet sich am besten, ab wann kann man damit backen, und wie pflegt man den Ansatz richtig? In dieser Beitragsreihe findest du alle Antworten – Schritt für Schritt von Teil 1 bis Teil 10.
- Sauerteig ansetzen 1 – Welches Mehl eignet sich am besten?
- Sauerteig ansetzen 2 – Ab wann kann ich mit dem Sauerteig backen?
- Sauerteig ansetzen 3 – Er blubbert schon, aber ist mein Sauerteig bereit?
- Sauerteig ansetzen 4 – Was tun, wenn er nicht mehr blubbert?
- Sauerteig ansetzen 5 – Warum die richtige Temperatur entscheidend ist
- Sauerteig ansetzen 6 – Was tun mit dem Überschuss?
- Sauerteig ansetzen 7 – Ist mein Sauerteig schlecht geworden?
- Sauerteig ansetzen 8 – Kann ich jeden Sauerteigansatz für jedes Brot verwenden?
- Sauerteig ansetzen 9 – Mein Sauerteig ist fertig, was nun?
- Sauerteig ansetzen 10 – Die richtige Menge Anstellgut für dein nächstes Brot
Und falls du noch mehr über Sauerteig lernen möchtest: Viele weitere Fragen werden im Grundlagenteil hier auf dem Mann backt Blog umfassend erklärt.
Der „Schildkrötenmodus“ für euren Sauerteig
Ich nenne diesen Vorgang gern den Schildkrötenmodus. Stellt euch vor, wie Schildkröten im Winter an einen kühlen Ort gebracht werden: Sie bewegen sich weniger, ihr Organismus fährt herunter, aber sie leben weiter. Genau so verhält es sich mit eurem Sauerteig.
Wenn ihr ihn füttert – also mit Mehl (Essen) und Wasser (Trinken) versorgt – und anschließend in den Kühlschrank stellt, verlangsamen sich die Mikroorganismen. Sie bleiben aktiv, aber alles läuft deutlich langsamer ab. Weniger Aktivität bedeutet auch: weniger Hunger. So kann euer Sauerteig wochenlang überdauern, ohne dass er Schaden nimmt.

Wie lange hält sich Sauerteig im Kühlschrank?
Plant ihr, 3 bis 5 Wochen nicht zu backen, reicht es vollkommen, den Sauerteig einmal gut zu füttern und dann in den Kühlschrank zu stellen. Er bleibt dort ruhig und stabil. Wenn ihr wisst, dass ihr noch länger nicht backen werdet – etwa über 1 bis 2 Monate hinaus – solltet ihr ihn zwischendurch einmal auffrischen. Wie ihr das macht, erkläre ich euch in einer der nächsten Episoden dieser Staffel.
Mein Fazit: Füttern und kühlen
Wenn ihr euren Sauerteig einmal für mehrere Wochen nicht braucht, ist der Schildkrötenmodus die einfachste Lösung. Füttert ihn, deckt das Glas locker ab und stellt ihn in den Kühlschrank. So übersteht er Pausen von einem Monat oder länger ganz problemlos – und ist nach dem nächsten Auffrischen wieder voll einsatzbereit.


Marian
Hochzeitstorten designen, Cupcakes und (Motiv)torten zu planen und gestalten ist meine größte Leidenschaft. Am liebsten Samstag abends zu später Stunde...
Ich liebe die Herausforderung und die Vielseitigkeit, die ein Food Blog mit sich bringt: Planen, Backen, Ausprobieren, Fotografieren, Dekorieren und das Ganze dann auf Mannbackt.de zu präsentieren.
Das Ergebnis könnt ihr jeden Tag auf`s Neue bestaunen...
