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Haferbrot mit Übernachtgare – einfaches Brotrezept

Nachdem mein Rezept für Schweizer Bürli bei euch so gut angekommen ist, habe ich mich dran gemacht, ein weiteres Rezept für euch zu kreieren, das minimalen Aufwand macht, trotzdem lange reifen darf und genauso super schmeckt, ohne dass man Stunden vorher einen Vorteig ansetzen muss. War gar nicht so leicht, aber ich glaube, das Ergebnis wird euch schmecken… einfach unkompliziert und richtig lecker… mein Haferbrot mit Übernachtgare. 

Ein Hinweis zum Haferbrot. Aufgrund des hohen Anteils an Buttermilch wird dieser Teig sehr weich und fluffig, aber nicht luftig. Das ist gut so. Wenn ihr eher ein richtig luftiges Brot sucht, dann empfehle ich euch entweder mein Rezept für Madame Crousto (aufwändig aber umwerfend gut) oder das Südtiroler Weißbrot (sehr einfach und trotzdem umwerfend gut).

Zutaten für das Haferbrot

200 g Wasser
125 g Haferflocken

500 g Weizenmehl Type 700
250 g Roggenvollkornmehl frisch gemahlen
500 ml Buttermilch
5 g frische Hefe
100 g Weizensauerteig (1 mal aufgefrischtes ASG)
25 g Honig
20 g Salz
20 g Butter

Zubereitung des Haferbrotes

  1. Das Wasser aufkochen und über die Haferflocken gießen. Kurz umrühren und 20 Minuten stehen lassen, damit das Ganze etwas quellen und auskühlen kann.
  2. Nun alle Zutaten und die ausgekühlten Haferflocken in eine Schüssel geben und für 10 Minuten eher langsam, dann 3 Minuten schneller kneten.
  3. Den Teig 30 Minuten abgedeckt reifen lassen, dann nochmal etwas dehnen und falten.
  4. Aus dem Teig einen länglichen Brotlaib formen und diesen in Haferflocken wälzen.
  5. Nun wird der Haferbrot in einen Gärkorb gelegt (die Haferflocken verhindern ein ankleben) und in einen Plastiksack verpackt. Dann ab in den Kühlschrank.
  6. Die Reifezeit im Kühlschrank sollte irgendwo zwischen 10 und 14 Stunden liegen.
  7. Nach der Gare im Kühlschrank den Backofen inkl. Backstein für 30 Minuten auf 250°C vorheizen. Wenn ihr in einem Topf backt diesen ebenfalls vorheizen. Lest dazu bitte diese beiden Artikel: Brotbacken im Topf und Brotbacken im Heimbackofen.
  8. Nun das Haferbrot direkt aus dem Kühlschrank mithilfe des Gärkorbes auf den Backstein (ich trenne mit Backpapier) kippen, längs einschneiden und folgendermaßen backen: 10 Minuten mit Schwaden bei 250°C, dann auf 210°C reduzieren und ohne Schwaden weitere 40 Minuten ausbacken.


Das Haferbrot glänzt durch hochwertige Zutaten, eine wirklich unkomplizierte Zubereitung und viel Flexibilität bei der Planung. Abends zubereiten, morgens backen und frisches, noch warmes und duftendes Brot genießen? Null Problem. Morgens vorbereiten und irgendwann im Laufe des Tages backen, wenn man mal leicht Zeit hat. Der Vorteil von kalt geführten Brotteigen.

Falls ihr noch Fragen habt, verwendet bitte einfach die Kommentarfunktion. Viel Freude beim Nachbacken dieses Haferbrotes,

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8 Kommentare

  • Antworten
    Susanne
    7. Februar 2021 um 18:59

    Lieber Marian, mein zweites Buch von Dir, mannbackt Heimat, darf morgen bei mir einziehen. Ich freue mich schon sehr.

    Für das Haferflockenbrot, habe nur lievito und Roggensauerteig, der Weizensauerteig und ich stehen auf Kriegsfuß, welchen Sauerteigansatz nehme ich da? Wieviel ASG /Wasser /Mehl?

    Danke für deine Hilfe
    Liebe Grüße
    Susanne

    • Antworten
      Marian
      7. Februar 2021 um 19:22

      Das Brot ist total
      Unkompliziert. Ich würde Roggensauerteig nehmen und dafür WeizenVK statt RoggenVK. Kann eigentlich nix schief gehen.

      Und bez. Heimat: bin gespannt wie es dir gefällt! Is so ein persönliches Buch mit sooo tollen Rezepten!

    • Antworten
      Steffi
      9. Februar 2021 um 22:03

      Hallo lieber Marian!
      Deine Seite ist super und Dank Deiner Anleitung ist „Gärry“ (Dinkelsauerteig) bei mir eingezogen 🙂
      Das Haferflockenbrot klingt super. Ich möchte das am Wochenende gerne testen.
      Wieviel ASG mit Mehl/Wasser ist hier deine Empfehlung? Verhältnis 1:2:2?
      Ich freue mich auf Deine Antwort und das Brot 🙂
      Liebe Grüße
      Steffi

      • Antworten
        Marian
        9. Februar 2021 um 22:08

        Ja das passt auf jeden Fall. Was du übrig hast passt.

        Liebe Grüße Marian

  • Antworten
    Sophie
    8. Februar 2021 um 23:00

    Hallo Marian,

    das Rezept klingt sehr interessant (und der Frischetest, den du auf Instagram gezeigt hast, ist sehr überzeugend). Das werd ich demnächst ausprobieren.

    Ich backe ja erst seit ein paar Wochen Brot, und weil mir damals dein Brotbackbuch in die Hände fiel, fast nur aus deinem Buch. Von den Rezepten bin ich mega begeistert. Außerdem ist das Buch selber einfach sooo schön zum Durchblättern!

    Danke!

    Liebe Grüße
    Sophie

    • Antworten
      Marian
      9. Februar 2021 um 06:57

      Hallo Sophie!

      Danke, dass dir mein Buch so gut gefällt! Steckt wirklich viel Liebe und Freude am Tun drin.

      Das Haferbrot ist tatsächlich einfach super, weil es super unkompliziert ist und super schmeckt.

      Liebe Grüße Marian

  • Antworten
    Doris Corona
    10. Februar 2021 um 19:50

    Auch ich hab heute das Haferbrot gebacken und es ist hervorragend.
    Die Rezepte sind ausnahmslos perfekt beschrieben und gelingen einfach immer (fast)

  • Antworten
    Guy
    18. Februar 2021 um 12:52

    Ihr Buch MANN BACKT BROT ist heute angekommen. Wenn man damit kein Brot fertig bringt….. Super erklärt, toll aufgebaut mit vielen leckeren Rezepten. Dann lass ich mal das Mehl fliegen.

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