Schnelle Kuchen/ Traditionelles

Original Kärntner Reindling

Germteig Gebaeck Rezept Header (1 von 1)

Meine Mama ist eine waschechte Kärntnerin… und wenn es ein Rezept gibt, mit dem ich aufgewachsen bin und das bei uns zuhause einfach nicht fehlen darf, dann ist es ein Kärntner Reindling. Dieser Klassiker der Kärntner Küche, ein mit viel Zimt und Honig gefüllter Hefekuchen ist schon etwas ganz Besonders feines, und wird traditionell zu Ostern gebacken.

Und weil die Menschen in Kärnten schon immer ein Faible für „spannende“ Kreatiionen hatten, wird ein Reindling traditionell mit herzhaftem Osterschinken gegessen… ich essen den lieber pur, aber das wichtigste Detail zu verschweigen, wäre (laut meiner Mutter) ein echtes Vergehen… also lasst uns backen

Kärntner Reindling … das einzig wahre Original

Germteig Gebaeck Rezept (4 von 4)

Vor einigen Monaten präsentierte ich euch das Rezept für einen Pull Apart Reindling. Nicht weil ich ihn für den besten Reindling hielt, sondern die beste Alternative für ein Rezept, das ich auch nach dem 20. Versuch nicht so perfekt hinbekommen habe wie meine Mama. Naja, ich dachte es liege daran, dass ich „nur“ halber Kärntner bin, doch nach der riesigen Resonanz auf mein kleines „Reindling Problem“ passierte es… meine beste Mama von allen erbarmte sich meiner, packte ihre Rein (ein Emailletopf) ein und stand vor meiner Türe um mir ihr geballtes „Reindling Fachwissen“ zu übermitteln…

Ergebnis:
Ich kann euch das ultimative, original Kärntner Rezept für Kärntner Reindling präsentieren. Gebacken, einzig und allein in einer (namensgebenden) Rein, also einem Kochtopf und so köstlich, wie es eigentlich nur von Mama höchstpersönlich kommen kann.

Also unbedingt ganz streng ans Rezept halten!!!

Germteig Gebaeck Rezept (2 von 4)

Denn so wird`s gemacht…

Zutaten für den Germteig des Reindlings

500 g Mehl
1/2 Würfel frischer Germ (Hefe)
250ml lauwarme Milch (ca. 30°C)
50 g Staubzucker
50 g zerlassene Butter
1 Ei
2 Dotter
1 Prise Salz,
geriebene Zitronenschale von 1/2 Zitrone

Zutaten für die Füllung des Reindlings

5 TL Butter
6 EL Honig
5 EL brauner Zucker
2 TL Zimt
4 EL Rum
1 Handvoll Rosinen
1 Handvoll gehackte Walnüsse

Germteig Gebaeck Rezept (3 von 4)

  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben.
  2. Die Milch lauwarm erwärmen und Zucker, Butter und die zerbröselte Hefe darin verrühren.
  3. Alle restlichen Zutaten zum Mehl dazugeben. Die Milchmischung darüber gießen und den Teig mit den Knethaken des Mixers 10 Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten.
  4. Die Teigschüssel mit einem feuchten Tuch zudecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde aufgehen lassen. Nochmals durchkneten, dann ca. 2cm dick ausrollen.
  5. Für die Füllung alle Zutaten in einen Topf geben und kurz erwärmen, dann die Rosinen dazugeben und die Masse kurz auskühlen lassen.
  6. Die Füllung auf den Teig streichen und diesen dann einrollen, sodass eine Art Roulade entsteht. Dabei darf die Füllung ruhig gefühlt ein wenig zu viel sein.
  7. Eine Rein, also einen Topf mit Butter einfetten und Mehl bestäuben.
  8. Den Teig in die Rein legen und an einem warmen Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit das Rohr auf  180 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizen und den Reindling darin für ca. 40 Minuten backen.
  9. Den Reindling unbedingt noch heiß aus der Form stürzen. Die Füllung rinnt nämlich ein wenig aus dem Teig und sorgt so für eine Karamellkruste. Wenn die Zuckerkruste auskühlt und hart wird, bekommt ihr den Reindling nie mehr ganz raus. 😉

Germteig Gebaeck Rezept (1 von 4)

Dieses Rezept ist wirklich etwas ganz Besonderes. Meine Mama hat es aus dem Rezeptbuch ihrer Uroma, was es mal mindestens 150 Jahre alt macht. Keine erfundene Tradition sondern ein echtes Kärntner Originalrezept.

Rezept die euch vielleicht interessieren könnten:
Pull apart Reindling
Erdbeerherz für Muttertag

Zimtschnecken – unvergleichlich gut 

Das könnte dir auch gefallen

15 Kommentare

  • Antworten
    Cornelua Haas
    9. Mai 2016 um 17:47

    Wie immer super Marian!!! Kommt es mir so vor, oder bist du nicht mehr so oft in FB? Lg Conny

    • Antworten
      Marian
      9. Mai 2016 um 18:11

      Hallo Cornelia,

      Hatte momentan sehr viel mit Hochzeitstorten und meinen neuen Büchern um die Ohren. Da muss man irgendwo zurückstecken. In dem Fall war es auf FB etwas ruhiger. Aber das war nur die Ruhe vor dem Sturm… Freu dich auf das was in naher Zukunft alles von mir kommt. 2016 wird der Hammer! Liebe Grüße und danke für die nette Frage! Liebe Grüße Marian

  • Antworten
    Birgit
    18. April 2018 um 05:03

    Der Reindling ist einfach nur unbeschreiblich gut!! Danke für das tolle Rezept. 🙂

  • Antworten
    Roland
    5. Februar 2020 um 21:28

    Hi. Super Rezept. Ich denke, ich hab „mein“ Rezept gefunden. Einzig die Fülle werde ich auf die doppelte Menge erhöhen beim nächsten Mal. Und Mehl nehme ich auch nicht mehr nach dem Einfetten. Musste das dann runterkratzen. Nur mehr viel Butter rauf und aus. In einer glatten Rein löst sich der Reindling auch ohne Mehl.

  • Antworten
    Doriku
    10. April 2020 um 15:50

    Himmlisch fluffig und ne herrliche Fülle! Danke!!

  • Antworten
    Andrea Wegscheider
    14. April 2020 um 12:30

    mein Vater kommt auch aus Kärnten. Ich selbst lebe in Deutschland, bin aber quasi auch mit dem Reindling aufgewachsen – zumindest wenn wir in den Ferien bei Tanten/Onkel waren. Vielen, vielen Dank für das Rezept – für mich bringt es ein Stück Kindheit zurück!!!

  • Antworten
    Klaus Lerch
    13. September 2020 um 09:51

    Danke für das tolle Rezept. Der Reindling schmeckt klasse.
    Entweder meine Reine war zu klein, oder die Hefemenge zu groß. Der Reindling ist im Ofen regelrecht explodiert…
    Welche Größe sollte die Rein für die Teigmenge im Rezept idealerweile haben?

    • Antworten
      Marian
      13. September 2020 um 10:05

      Hallo Klaus,

      ich backe dieses Rezept mittlerweile in einem 28cm Gusseisentopf. Darin wird es mit anfangs geschlossenem Deckel (20 Minuten) einfach sensationell.

      Liebe Grüße Marian

      • Antworten
        woyzeck80
        8. Februar 2021 um 09:06

        hallo marian,
        heizt du den gusseisentopf mit auf und lässt den reindling zuvor in einer anderen form gehen oder stellst du den gusseisentopf „kalt“ ins vorgeheizte rohr?
        lieben gruß aus der steiermark!
        gerd

        • Antworten
          Marian
          8. Februar 2021 um 18:15

          Hallo Gerd,

          in diesem Fall schiebe ich ihn mit dem kalte Topf rein, dann bekommt er weniger Kruste und wird fluffiger.

          Liebe Grüße Marian

  • Antworten
    gerd wilfing (@gwilfing)
    6. Februar 2021 um 11:24

    hallo marian,
    gestern dein rezept probiert – HAMMER!
    zwei fragen hätte ich: heizt du den gusseisentopf im rohr mit auf und lässt du den reindling davor in einer anderen form gehen? (so hab ich es zumindest gestern gemacht);
    und bei mir war die füllung dann eher auf den boden gesunken und nicht schön verteilt – was kann ich da besser machen?
    danke schon mal und ganz liebe grüße aus der steiermark!
    gerd

    • Antworten
      Marian
      8. Februar 2021 um 18:17

      Hallo Gerd,

      habs im anderen Kommentar bereits beantwortet. Danke vielmals fürs Lob! Marian

  • Antworten
    Renate gessner
    8. Februar 2021 um 10:24

    Servus aus Bayern…back das Rezept für unsren Freund aus Kärnten schon einige Male.
    Das größte Lob von ihm ist das er so schmeckt wie bei seiner Mutter daheim.
    Aber auch wir Bayern finden ihn sauguad!
    Liebe Grüße Renate

  • Kommentar verfassen

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.