Schnelle Kuchen

Rührteigkuchen mit Johannisbeeren und Baiserhaube

Das ganze Jahr reden wir Männer uns fest ein, dass wir es sind, die zuhause die Hosen anhaben. Doch dann sind es so banale Ereignisse wie Johannisbeeren zu pflücken, die uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Da schmökere ich durch zahlreiche Rezeptbücher und Zeitschriften, doch als meine Frau die Ribisel, wie wir sie in Tirol nennen gesehen hat, gab es keine Diskussion mehr darüber, was mit den säuerlichen Beeren gebacken werden muss. Wie jedes Jahr sollte es also auch dieses mal wieder ein

Rührteigkuchen mit Johannisbeeren und Baiserhaube

werden…

Das Tolle für euch daran: Dieses Rezept backe ich schon mein ganzes Leben lang, vor mir meine Mama, vor dieser vermutlich alles Ur-Omas, Ur-Ur-Omas, usw. Ihr könnt euch also darauf verlassen, dass es erstens genial schmeckt, zweitens geling-sicher ist und drittens  die Kombination aus säuerlichen Beeren und süßem Rührteig einfach super schmeckt…

Ruehrteigkuchen-mit-Baiser

Zu machen ist der Rührteigkuchen mit Johannisbeeren ganz einfach, ihr müsst nur zwei Dinge beachten. Erstens, dass ihr euch alle Zutaten vor dem Backen herrichtet und zweitens, dass ihr unbedingt den Boden vorbackt, weil euch sonst die Baiserhaube ganz dunkel wird, der Kuchen selbst aber wegen den saftigen Beeren Matsch bleibt.

Zutatenfür den Johannisbeerkuchen

500g Johannisbeeren / Ribisel
300g Mehl
250g Zucker
300g Butter
7 Eier
70g Kristallzucker
1 Vanilleschote
2cl Eierlikör
1 Backpulver

Johannisbeerkuchen

Und so wird`s gemacht…

Zubereitung des Rührteigtraums mit Johannisbeeren und Baiserhaube

  1. Butter, Eierlikör, das Mark einer Vanilleschote, 1 Prise Salz und Staubzucker schaumig schlagen.
  2. 4 Eier einzeln unterrühren und die drei anderen trennen.
  3. Die Dotter ebenfalls in die Buttermasse unterrühren.
  4. Die Eiweiß in eine extra Schüssel geben.
  5. Nun das Mehl mit dem Backpulver mischen und alles löffelweise unter die Buttermasse mixen.
  6. Den Teig in eine 26er (plus/minus ein paar Zentimeter) Springform geben und bei 200°C Ober-/Unterhitze 20min backen.
  7. Während dieser Zeit den Eischnee mit 70g Kristallzucker und einer Prise Salz schlagen.
  8. Die Hälfte des Eischnees vorsichtig (!!) mit den Beeren vermischen
  9. Nach 20min Backzeit die Johannisbeer-Schnee-Mischung auf dem Teig verteilen und mit einem Löffel den restlichen Eischnee grob und wellig auf den Beeren verteilen.
  10. Den Kuchen nochmal ins Rohr geben und bei 160°C Ober-/Unterhitze weiter 15 bis 20min backen.
  11. Nadelprobe machen und den Kuchen aus dem Rohr nehmen.
  12. Fertig!

Johannisbeerkuchen-mit-Baiser

Keine Frage, dieser Ribiselkuchen mit Baiserhaube ist dermaßen lecker, dass ich manchmal gerne erkenne, dass es eigentlich, so sehr ich es mir auch einrede, gar nicht so übel ist, zu erkennen, wer zuhause die Hosen an hat… 😉

Viel Spaß beim Nachbacken, der backende Mann

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2 Kommentare

  • Reply
    Maria Strauch
    2. Oktober 2016 at 21:14

    Hallo Marian,

    wieviel Backpulver muß in den Kuchen ? 1 ganzes Päckchen Backpulver oder 1 TL/1EL ?

    Liebe Grüße,
    Maria

  • Reply
    Maria Strauch
    2. Oktober 2016 at 21:52

    Hallo Marian,
    ich muß nochmal „nachfassen“ …
    wegen des Backpulver’s fragte ich gerade, weil ich mit den Backzeiten aus dem Rezept nicht hingekommen bin. Ich habe den Kuchen, wie angegeben, 20 Minuten auf 200 Grad vorgebacken, dann die Johannisbeeren mit dem Eischnee daraufgegeben und nochmals 20 Minuten bei 160 Grad gebacken. Bei der Nadelprobe war es in der Mitte noch feucht und da ich mir nicht sicher war, ob das vielleicht an den saftigen Johannisbeeren liegt, habe ich den Kuchen aus dem Rohr genommen. Nach 10 Minuten abkühlen habe ich den Kuchen angeschnitten und da ist der Teig aus der Mitte rausgelaufen….
    Also nochmal rein in’s Rohr und nochmals 20 Minuten bei 160 Grad nachgebacken, bis es in der Mitte einigermaßen fest war. .. – mußte ihn dann rausnehmen, weil er sonst oben zu dunkel geworden wäre.
    Habe 1 TL Backpulver genommen – hätte es mehr sein müssen, damit der Teig besser/schneller aufgeht?
    Danke schon mal im voraus für Deine Hilfe und nochmals lieben Gruß,
    Maria

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