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Dobos Spitze… Klassiker aus feinstem Biscuit und Nougatcreme

Geht man bei uns in Tirol in eine Konditorei, kommt man an einer Dobos Spitze nicht vorbei. Seit Langem will ich nun selbst so ein geniales Stück Kuchen backen, aber es scheiterte am Rezept.

Irgendwie will und kann niemand in den scheinbar unendlichen Weiten von Dr. Gugl ein Rezept bereit stellen und nennt mir mal einen Konditor, der seine Rezepte preisgibt. Dass sich Hartnäckigkeit auszahlt beweist die Tatsache, dass ich letzte Woche dann doch glatt in einem uralten Oetker Backbuch meiner lieben Frau Mamá das Rezept zu meinen langersehnten Dobos Spitzen gefunden habe.

Damit ihr nicht so lange Suchen müsst und für jene, die dieses geniale Stück Kuchen nicht kennen, damit ihr dieses Gustostückerl nicht verpasst, hier das Rezept voll umfänglich und in Bilder dokumentiert…

Dobos Spitze… Klassiker aus feinstem Biskuit und Nougatcreme

Das Besondere an der Dobos Spitze, auch Dobos Delta genannt, ist neben dem relativ festen Biskuit und der Nuss-Nougat-Creme die Form. Ich habe mir immer gedacht, dass diese schwer hin zu bekommen ist, aber falsch gedacht. Auch das geht recht flink und einfach.

Aber eines nach dem anderen…


Rezept für Dobos Delta

 

Dobos Torte mal anders

Dobos Torte… das ist ein herrlich einfacher Biskuit in leckerer Schokoladen-Nougat-Creme. Doch was eigentlich als normale Schichttorte bekannt geworden ist, schmeckt gleich noch viel besser, wenn die Optik genauso spektakulär gestaltet ist wie der Geschmack selbst…

Statt Torte gibt es also ab sofort Dobos Spitzen… klassisches Tortenglück in toller Optik!

Zutaten für den Biskuit

8 Eier
200 g Zucker
200 g Mehl
120 g Butter
1 Pck. Vanillezucker

Zutaten für die Nougat Creme

300 ml Milch
2 EL Zucker
1 Prise Salz
30 g Puddingpulver Vanille
2 Dotter
100 g Nussnougat
100 g Vollmilchkuvertüre
250 g weiche Butter
80 g Staubzucker
3 EL Rum
Außerdem:    100 ml Sahne
150 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung des Biskuit

  1. Das Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und 2 Backbleche sauber und eben mit Backpapier auslegen.
  2. Die Butter zerlassen und das Mehl abwiegen.
  3. Die Eier, den Vanillezucker und den Zucker in eine Schüssel geben und über ein Wasserbad stellen. Dieses sollte nicht zu heiß sein, damit die Eier nicht stocken!
  4. Die Eier über Dampf schaumig schlagen bis eine kompakte, schaumige Masse entstanden ist.
  5. Das Mehl über die Eimasse sieben und abwechseln mit der Butter von Hand mit einem Schneebesen unterheben.
  6. Die Masse gleichmäßig auf die zwei Backbleche verteilen. Für eine exakte Form einen quadratische Backrahmen verwenden. Dieser dient als Schablone für ein exaktes Viereck, wird zum Backen jedoch nicht benötigt.
  7. Die beiden Backbleche in den Ofen schieben und 10 Minuten backen.

Zubereitung der Creme

  1. Die Milch in einen Topf geben. Etwa ein drittel davon in eine separate Schüssel geben und mit dem Puddingpulver, de Salz, Zucker und Dotter vermengen.
  2. Die Milch zum köcheln bringen und dann unter ständigem Rühren die Dottermischung dazu rühren.
  3. 1 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen und noch heiß die Schokolade und das Nougat unterrühren.
  4. Den Pudding direkt mit Frischhaltefolie abdecken und auf Zimmertemperatur auskühlen lassen.
  5. Die Butter mit dem Staubzucker schaumig rühren, den Pudding cremig mixen und anschließend löffelweise unter die Buttercreme mixen.
  6. Zuletzt den Rum unterrühren.

Zusammensetzen der Dobosspitze

  1. Die beiden Biskuitböden in je 3 gleich große Streifen teilen und die Creme in zwei Portionen teilen.
  2. 1 Boden mit der Creme einstreichen und beiseite legen. Die 5 weiteren einstreichen und aufeinander stapeln.
  3. Alle Böden gut kühlen.
  4. Nun die gestapelten Böden zur Hand neben und noch gut gekühlt folgendermaßen mit einem langen Messer teilen:
  5. Das Messer der langen Seite entlang am oberen Eck ansetzen, dann von oben recht schräg durch den Kuchen nach unten links schneiden.
  6. Dadurch entstehen 2 lange Dreiecke. Diese vorsichtig aufstellen und wie eine Pyramide aneinander reihen.
  7. Die Pyramide auf den verbliebenen einzelnen Boden stellen und mit der restlichen Creme rundherum einstreichen.
  8. Zuletzt die Schokolade mit der Sahne in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen. Damit den gekühlten Kuchen überziehen.

Das Warten hat also ein Ende und Mann backt Glück ist endlich da… ich bin gespannt wie euch mein neues Buch gefällt… Ihr könnt es in allen Buchläden, Amazon, Thalia, Weltbild und im gesamten Buchhandel kaufen.

Ich könnte ja glatt laut in meinen Polster brüllen vor Freude, aber das lasse ich dann mal lieber.

Wir lesen uns mit weiteren Einblicken in mein Buch… euer Marian

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7 Kommentare

  • Antworten
    Bianca
    3. April 2015 um 22:27

    Hallo Marian, stammt das Rezept aus einem Oetker Backbuch „Backen macht Freude“ mit dem Titelbild einer Schwarzwälder Kirschtorte, vermutlich aus den 80er Jahren? (es steht leider kein Erscheinungsjahr drin). Habe dieses auch von meiner Mama „geerbt“.
    PS.: Bist du in Hall/Schönegg aufgewachsen und hast einen Bruder, der Alexander heißt?
    Lg Bianca

    • Antworten
      Marian
      5. April 2015 um 07:17

      HI Bianca,

      ja, der Marian aus Hall bin ich. Das Rezept könnte durchaus aus diesem buch sein. Ich hatte es schon ewig aber in handgeschriebener Form.

      Liebe Grüße marian

  • Antworten
    Lisa
    29. Juli 2015 um 14:34

    Hallo, ich finde Deine Seite super toll. Ich möchte dieses hier nachbacken, aber ich mag keinen Rum.Meinst du es schmecket auch ohne? Und diese Pistazientorte habe ich mir vorgenommen. Ich liebe Pistazien. Das Pistatienmarzipan kann man das auch mit normalen Marzipan austauschen oder? Das Pistazienmarzipan finde ich schon sehr teuer. Obwohl für eine Festlichkeit kann man das schon mal ausgeben. lach. echt klasse was du da machst. Ich bleib dran.
    lg Lisa

    • Antworten
      Marian
      30. Juli 2015 um 12:46

      Hallo Lisa,

      beim Backen ist nahezu alles erlaubt, also natürlich auch „normales“ Marzipan. Liebe Grüße marian

  • Antworten
    Ingrid Bauce
    30. Dezember 2017 um 15:56

    Hallo Marian, habe dein Rezept schon einmal nachgelassen, aber das mit den Dreiecken zusammenstellen kapiere ich nicht, sind ds nur zwei Dreiecke oder ist das Blech quadratisch?,? Habe einfach die Platten aufeinanderlegen, das war so lecker, aber leider keine Spitze!!
    Wäre schön, wenn du mir antwortest
    lieben Gruß
    Ingrid

    • Antworten
      Marian
      9. Januar 2018 um 20:04

      Hallo Ingrid,

      1.Du schneidest Rechtecke
      2.du streichst die Rechtecke ein
      3. du stapelst die Rechtecke und kühlst sie.
      4. Du schneidest einfach von einem Eck oben zu einem Eck gegenüberliegend unten. So erhältst du 2 Dreiecke, die du dann einfach zueinander stellst. Probiers einfach aus. Vielleicht mach ich mal ein Video.

      Liebe Grüße Marian

      • Antworten
        Ingrid Bauce
        9. Januar 2018 um 20:10

        Dankeschön, ich versuche es noch einmal!

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