Schnelle Kuchen/ Traditionelles

Gebackenes Osterlamm… süße Tradition

Das gebackene Osterlamm ist jedes Jahr wieder aufs Neue etwas Besonderes. Es ist das Ostergebäck schlechthin, macht sich sehr gut als Dekoration, hält sich problemlos einige Tage und ist der traditionell süße Abschluss der Osterzeit.

Doch für all jene, die kein überliefertes Rezept von Oma, Opa, Tante oder Eltern haben, ist es selbst heutzutage manchmal schwer ein Rezept zu finden, das zum einen die richtige Konsistenz hat, damit der Teig auch in jede Ecke der Form gelangt, nicht zu sehr aufgeht, dass der Teig nicht überall hin tropft und rinnt und zudem haltbar genug ist, um die Osterwoche zu überstehen und dann noch genießbar zu sein.

Ich spreche aus Erfahrung, denn meine ersten 3 Versuche in den ersten Jahren meines Backwahns, waren die eine oder andere Miesere in Bezug auf gebackene Osterlämmer. Bis ich in einem Gespräch mit meiner Mutter dann plötzlich das Rezept meiner lieben Oma bekam.

Hätte ich wohl besser vorher gefragt?!?

Osterlamm Rezept

Naja, wie dem auch sei. Ich will euch zukünftige Fehltritte von vornherein ersparen und gebe euch lieber gleich ein Rezept, das auch funktioniert

Warum mein Osterlamm Rezept so gut geeignet ist?

  1. Die Konsistenz ist perfekt
  2. Das Rezept ist ein trockener Sandkuchen, der kaum noch austrocknen kann und deshalb auch nach einer langen Osterwoche noch super lecker schmeckt
  3. Der Teig ist formstabil und bildet so alle details der Osterlamm Backform schön ab.

Zutaten für den Sandteig

250g Butter
200g Staubzucker
1 Vanillezucker
4 Freilandeier
1 Prise Salz
1cl Rum
125g Mehl
125g Speisestärke
1 Msp. Backpluver

Osterlamm (1)
Und so wird`s gemacht…

Gebackenes Osterlamm

  1. Die Butter schmelzen und beiseite stellen. Warten bis die Butter wieder leicht fest geworden ist und dann alles in eine Rührschüssel geben.
  2. Den Zucker und Vanillezucker dazugeben und 5 min kräftig schlagen.
  3. Nach und nach die Eier einzeln einrühren. Jedes Ei mindestens 2 Minuten schlagen.
  4. Den Rum dazugeben und nochmals unterrühren.
  5. Mehl, Backpulver (nicht zuviel davon!) und Speisestärke mischen und löffelweise untermischen.
  6. Nun die Osterlamm Backform gut ausfetten und bemehlen und den Teig hinein geben.
  7. Das Osterlamm in den vorgeheizten Backrohr schieben und bei 150°C ca. 90 Minuten backen. Richtig gelesen. Es braucht 1,5 Stunden.
  8. Vor dem Rausnehmen unbedingt die Nadelprobe machen ob auch wirklich alles durch ist.
  9. Abschließend etwas auskühlen lassen und aus der Form nehmen. Nun entweder einfach nur mit Zucker bestreuen, wie ich, oder mit Zitronenglasur, Schokolade oder Marzipandekoration versehen. Fertig.

Dieser Teig ist ein klassischer Sandteig, der im Mund sehr mürbe ist und zerfällt. Schmeckt wirklich lecker.

Mit diesem Rezept wünsche ich euch frohe Ostern und ein freies Wochenende, an dem ihr richtig viel Zeit zum Backen und Genießen findet.

Alles Liebe, der backende Mann

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19 Kommentare

  • Reply
    Sonja Hattinger
    17. April 2014 at 22:52

    Kannst du mir einen Tip geben wie man Kokossirup macht.
    In dem Kochbuch 130 Gramm Liebe steht nur verwenden
    sie 15 Löffel aber nicht wie Hergestellt wird.
    Danke im Voraus
    Sonja

    • Reply
      Marian
      18. April 2014 at 22:27

      Hallo Sonja,

      da musste ich jetzt selbst überlegen. Aber die Antwort ist ganz einfach: Sie verwendet gekauften Kokossirup aus jedem Supermarkt. Den findest du meist bei den Spirituosen, weil man ihn zum Beispiel für eine Pina Colada braucht.

      Also einfach Kokossirup kaufen und gut ist`s. Liebe Grüße Marian

  • Reply
    Sabrina
    18. April 2014 at 09:15

    Danke! Ein ähnliches Rezept ist mir abhanden gekommen. Jetzt werde ich deins versuchen.
    LG Sabrina

    • Reply
      Marian
      18. April 2014 at 19:24

      Bin gespannt was du dazu sagst!

  • Reply
    Sabrina
    20. April 2014 at 17:56

    So, heute wurde das Lämmlein geschlachtet.
    Es war wirklich zart und „sandig“. Ich mag Sandkuchen normalerweise nicht so gerne, aber für meine Oma musste es ein solches sein und es hat mir wider erwarten auch geschmeckt.
    Nochmal Danke für das Rezept.
    Kann ich deine Rezepte eigentlich auch ohne das Drumherum drucken? Wenn ich drucken drücke, drucke ich die ganze Seite. Das waren bei diesem Rezept drei Blätter. Bunt gedruckt geht da einiges an Tinte drauf für ein Rezept.
    Liebe Grüße und Frohe Ostern
    Sabrina

    • Reply
      Marian
      20. April 2014 at 21:50

      Hallo Sabrina,

      Ich habe mal über die Möglichkeit nachgedacht,meine Print-Funktion bei Mann backt einzubauen. Aber das erfordert viel regelmäßige Wartung und somit NOCH mehr Arbeit.

      Und da ich mich immer über Besucher freue und Mann backt für mich eine Rezeptsammlung darstellt, ein Archiv sozusagen, kann man sich das Papier einfach sparen und immer wieder in das „Mann backt Onlinekochbuch“ schauen.

      Hoffe diese Antwort ist einigermaßen zufriedenstellend für dich. Liebe Grüße Marian

  • Reply
    Mirjam
    20. April 2014 at 19:56

    Super Rezept!! Is echt total lecker geworden! Danke

    • Reply
      Marian
      20. April 2014 at 21:51

      Hey Miriam,

      Das freut mich. Schon alles gegessen?

  • Reply
    martina
    19. März 2016 at 10:57

    Spitzen Rezept! ! Super gelungen – obwohl ich 90 Gramm zu wenig Stärke im Haus hatte

  • Reply
    Christiane
    28. März 2016 at 15:33

    danke fuer das super Rezept, schmeckte wirklich sehr gut obwohl meine 18 Monate alte Tochter die Backtemperatur kurzfristig auf 300 Grad erhoehte ….

    • Reply
      Marian
      28. März 2016 at 19:43

      Genau so soll es sein! 300°C schafft mein Ofen nichtmal *ggg*

  • Reply
    darklittle
    20. März 2017 at 21:50

    Hey Marian,
    Du hast nicht zuuuufällig auch ein saftiges Osterlammrezept irgendwo rumliegen 😉 Weil ein trockenes hab ich auch schon fabriziert 😀 Aber ich such doch ein saftiges!
    LG Hanna

    • Reply
      Marian
      27. März 2017 at 12:49

      Doch, einfach nach Osterlamm suchen. Liebe Grüße Marian

      • Reply
        darklittle
        27. März 2017 at 13:19

        Ja, da bin ich eben hier bei deinem, Zitat “ trockene[n] Sandkuchen, der kaum noch austrocknen kann“ gelandet und hab mich gefragt, ob du in deinem Fundus vielleicht nicht auch noch ein saftiges Lämmchen hast 😉 Aber notfalls versuch ich das Ganze einfach mit einem etwas festeren Becherkuchenteig.

  • Reply
    Katrin
    13. April 2017 at 09:18

    Die Osterlamm-Zeit steht vor der Tür und ich wollte dieses Jahr dein Rezept ausprobieren. Da wir aber einige Pingel und Allergiker dabei haben, zwei Fragen: Dient der Rum nur dem Geschmack oder auch der Konsistenz? Bzw. könnte man ihn evtl. auch durch etwas Nicht-Alkoholisches ersetzen? Vllt. Zitronensaft? Und hast du zufällig Erfahrung statt Backpulver Natron zu verwenden? Klappt dies 1:1?

    • Reply
      Marian
      16. April 2017 at 19:27

      Statt Backpulver kannst du auch Hirschhornsalz nehmen und den Rum einfach weglassen. Liebe Grüße marian

      • Reply
        Katrin Brandt
        31. Mai 2017 at 14:46

        Ostern ist zwar schon eine Weile her, aber ich wollte noch ein kurzes Feedback geben. Ich habe zwei Lämmer gebacken – einmal im Original und einmal ohne Rum und ohne Backpulver. Beide sehr lecker. Aber der Teig war bei mir recht dünnflüssig. Bei meiner Form war dies etwas ungünstig, da sie auf dem Kopf stehend gebacken wird. So ist mir ein Teil des leckeren Teigs leider verloren gegangen.

  • Reply
    Viola
    14. April 2017 at 00:11

    Tja das war wohl mal wieder ein Fall von zu spät gelesen. Hab vorhin mein erstes Lamm gebacken nach dem Rezept auf der Packung. War nicht eine meiner besten Ideen. Die Konsistenz ist super aber der Geschmack pui bäh. Gar nicht mein Ding. Dann mach ich wohl morgen noch eins nach deinem Rezept.

    • Reply
      Marian
      16. April 2017 at 19:26

      Hat es besser geschmeckt?

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